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Young Innovators-Award: Auszeichnung für Nachwuchsakademiker Martin C. Schmalz

Kassel (ots) - Zweite Verleihung des Preises - Dotierung: 2.500 Euro

Der Nachwuchswissenschaftler Professor Martin C. Schmalz, Ph.D., ist heute (Montag) in Frankfurt mit dem Young Innovators-Award ausgezeichnet worden. Der Preis wird vom House of Finance der Goethe-Universität in Kooperation mit dem Finanzforum Vordenken der Finanzberatungsgesellschaft Plansecur vergeben. Geehrt wurde Schmalz, der eine Juniorprofessur für Finanzwirtschaft an der Stephen M. Ross School of Business der University of Michigan (USA) innehat, für seine Arbeit mit dem Titel "Anti-Competitive Effects of Common Ownership". Darin befasst sich der Wissenschaftler mit der Frage, ob Kapitalbeteiligungen von Fondsgesellschaften und anderen institutionellen Anlegern an mehreren Unternehmen innerhalb einer Branche zu einer geringeren Wettbewerbsintensität, und damit zu Nachteilen für Verbraucher, führen können.

Der Young Innovators-Award ist mit 2.500 Euro dotiert und will die Leistungen von Nachwuchswissenschaftlern der Öffentlichkeit zugänglich machen. "Anliegen ist es, Anreize für werte- und zukunftsorientierte finanzwirtschaftliche Forschung zu bieten, und zugleich den Transfer neuer Ideen zwischen Wissenschaft und Praxis zu unterstützen", sagte der Juryvorsitzende, Professor Michael Binder, Ph.D., anlässlich der Verleihung. Binder ist Gründungsdekan der Graduate School of Economics, Finance, and Management im House of Finance der Goethe-Universität Frankfurt.

Schmalz' Arbeit beschäftigt sich mit Wettbewerbsverzerrungen, die durch Kapitalbeteiligungen ausgelöst werden In seiner Arbeit beschäftigt sich Schmalz mit durch Kapitalbeteiligungen ausgelösten Wettbewerbsverzerrungen. Er untersucht für die U.S.-amerikanische Luftfahrtbranche, ob die Preise von Flugtickets aufgrund des Umstandes, da institutionelle Anleger zum Teil erhebliche Beteiligungen an mehreren Fluggesellschaften halten, höher sind, als sie dies wären, wenn solche gleichzeitigen Kapitalbeteiligungen ausgeschlossen wären. Unter Verwendung innovativer Methoden der empirischen Wirtschaftsforschung dokumentiert die Arbeit, dass die Preise von inner-amerikanischen Flugtickets etwa drei bis fünf Prozent niedriger sein würden, sofern es keine simultanen Kapitalbeteiligungen geben würde. Sollten zukünftige Arbeiten ähnliche Effekte auch für andere Branchen feststellen, würde dies tiefgreifende Implikationen für das Wettbewerbsrecht haben: Bedenkliche Wettbewerbsverzerrungen werden nicht nur durch zu große Marktanteile einzelner oder durch gegenseitige Beteiligungen miteinander verflochtener Unternehmen ausgelöst. Vielmehr entstehen solche Wettbewerbsverzerrungen auch durch per se stille Kapitalbeteiligungen institutioneller Anleger bei mehreren Unternehmen einer Branche. Es könnte dann sinnvoll sein, institutionelle Anleger dazu zu verpflichten, ihre Beteiligungen ausschließlich über verschiedene Branchen hinweg, aber nicht innerhalb einer Branche, zu diversifizieren.

Binder hielt Laudatio

In seiner Laudatio ging Binder darauf ein, dass die Arbeit von Schmalz ein Paradebeispiel für eine hervorragende empirische Arbeit ist: Sie gehe einer wirtschafts- und finanzpolitisch wichtigen Frage nach, indem sie in innovativer Form umfangreiche Daten mit anspruchsvollen ökonometrischen Methoden zusammenführe, und so fundierte Antworten auf eine kontrafaktische Fragestellung geben könne. Nach Einschätzung von Binder sollten Kartellbehörden wie Wissenschaftler nun erarbeiten, inwieweit sich die Ergebnisse der Arbeit von Schmalz auf andere Branchen und Länder übertragen lassen. Für Kartellbehörden könnte sich hier ein neues Betätigungsfeld von hoher Bedeutung ergeben. Diese Einschätzungen Binders verdeutlichen, wie gewichtig die ausgezeichnete Arbeit von Schmalz ist.

Die Verleihung des Young Innovators-Award war Teil des 5. Finanzforums Vordenken in Frankfurt. Dort trafen sich mehr als 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Unter dem Titel "Neue Gesellschaft - Alte Werte" thematisierte die Veranstaltung die Veränderung im Werteverständnis unserer Gesellschaft. Prof. Dr. Dres. h.c. Paul Kirchhof führte mit seinem Vortrag in das Thema ein, das in einer Gesprächsrunde unter der Leitung von Thorsten Alsleben (Hauptgeschäftsführer Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU / CSU) profund vertieft wurde. Dort diskutierten Prof. Kirchhof, Prof Dr. Jürgen Stark und Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Brun-Hagen Hennerkes (Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Familienunternehmen). Die Laudatio auf die Preisträgerin hielt F.A.Z.-Herausgeber Holger Steltzner.

Das FINANZFORUM VORDENKEN ist eine Veranstaltung der Finanzberatungsgesellschaft Plansecur. Es wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, eine qualitätsfördernde Branchenplattform zu schaffen, die Raum für neue Ideen, wichtige Marktimpulse und klare Werteorientierung in der Finanzdienstleistung gibt. Bildmaterial: Bildmaterial finden Sie unter www.finanzforum-vordenken.de.

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