Verband Deutscher Papierfabriken (VDP)

Verband Deutscher Papierfabriken
Auch Papierindustrie von Konjunkturflaute betroffen

    Berlin (ots) - Auch die Papierindustrie in Deutschland ist von der
derzeitigen Konjunkturflaute betroffen. Angesichts des
außergewöhnlichen Vorjahres gibt es jedoch trotz eines erwarteten
Produktionsrückgangs von 3 Prozent in diesem Jahr keine
Krisenstimmung in der Branche. Das erklärte der Präsident des
Verbandes Deutscher Papierfabriken (VDP), Dr. Georg Holzhey, am
Dienstag auf der jährlichen Mitgliederversammlung des Verbandes. Beim
Umsatz erwarten die Papierhersteller Dank eines im Vergleich zum
Vorjahr höheren Preisniveaus über alle Sorten lediglich einen
Rückgang von 1 bis 2 Prozent. Die Branche hatte im vergangenen Jahr
mit einem Produktionsplus von 9 Prozent 18,2 Millionen Tonnen Papier,
Karton und Pappe produziert. Der Umsatz war um 22 Prozent auf rund 25
Mrd. DM gestiegen.
    
    Während sich der Markt für Verpackungs- und Hygienepapiere leicht
im positiven Bereich halte, litten derzeit vor allem die grafischen
Papiere und die Papiere für technische Anwendungen unter der
anhaltenden Konjunkturschwäche in Westeuropa, sagte Dr. Holzhey. Die
weitere Konjunkturentwicklung betrachtet der VDP-Präsident mit Sorge.
Die Papierindustrie habe jedoch gelernt, mit zyklischen Schwankungen
zu leben und befinde sich langfristig nach wie vor auf einer
Wachstumskurve.
    
    Äußerst kritisch sieht die Papierindustrie die Energiegesetzgebung
der Bundesregierung. Es sei bezeichnend, dass das
Bundeswirtschaftsministerium bei weiterem Festhalten am Ziel einer
CO2 -Reduktion um 40 Prozent bis 2020 von einer Existenzbedrohung für
energieintensive Branchen ausgehe, sagte Dr. Holzhey. Sollte die
EU-Kommission die Ausnahmeregelungen für energieintensive Branchen in
der deutschen Öko-Steuer kappen, bedeute dies nicht hinnehmbare
Verzerrungen im internationalen Wettbewerb. Das deutsche Experiment
Ökosteuer müsse dann beendet werden.
    
    
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Monika Hoffmann
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