HSBC Deutschland

Deutliche Ergebnissteigerung in schwierigen Zeiten

Düsseldorf (ots) - Jahresüberschuss nach Steuern steigt um 21,9 % auf 109,2 Mio. Euro / Eigenkapitalrendite erhöht sich auf 17,1 % (Vorjahr: 15,2 %) / Betriebsergebnis liegt bei 196,4 Mio. Euro (-2,1 %) / Operatives Handelsergebnis wächst um 20,1 % auf 117,9 Mio. Euro / Zinsüberschuss erhöht sich um 2,7 % auf 143,3 Mio. Euro

Trotz der weiterhin andauernden Wirtschafts- und Finanzkrise konnte HSBC Trinkaus das Geschäftsjahr 2009 mit einem voll zufriedenstellenden, im Vergleich zum relevanten Wettbewerb sogar guten Ergebnis abschließen. Der Gewinn nach Steuern konnte um 21,9 % auf 109,2 Mio. Euro gesteigert werden, das Betriebsergebnis erreichte mit 196,4 Mio. Euro das Niveau des Vorjahres. Mit einer Eigenkapitalrendite von 17,1 % vor Steuern hebt sich HSBC Trinkaus wieder deutlich vom Branchendurchschnitt ab.

Dieser Erfolg beruht auf dem soliden Geschäftsmodell der Bank, das sich insbesondere durch langfristige Beziehungen zu den klar definierten Zielkunden auszeichnet. Zugleich hat die Bank auch im 225. Jahr ihres Bestehens unter Beweis gestellt, dass ihr Geschäftsmodell ausreichend Flexibilität besitzt, sich auf veränderte Marktbedingungen rechtzeitig einzustellen, und das sich auch in schweren Krisen bewährt.

Aufgrund der konsistenten und risikobewussten Strategie von HSBC Trinkaus, der daraus resultierenden Ertragsstärke und der Einbindung in die HSBC-Gruppe hat die Rating-Agentur Fitch das seit Dezember 2007 unveränderte, hervorragende AA-Rating Ende 2009 erneut bestätigt. HSBC Trinkaus besitzt damit weiterhin die beste Bewertung einer privaten Geschäftsbank in Deutschland.

Diese Position der Stärke und die sich im Markt ergebenden Chancen will HSBC Trinkaus für ein deutliches Wachstum und die signifikante Steigerung der Marktanteile in allen Geschäftsbereichen nutzen. Die enge Einbindung in das globale Netzwerk der HSBC-Gruppe und die eigene Bilanz mit solider Eigenkapitalausstattung und guter Refinanzierungsbasis sind die Grundlage der Strategie, in Deutschland die präferierte Bank für das internationale Geschäft von Firmenkunden und einer der bedeutendsten Anbieter von Dienstleistungen für vermögende Privatkunden zu sein. Der Kundenkreis soll erweitert werden, ebenso das Produktangebot. Um dieses Ziel zu erreichen, wird die Zahl der Mitarbeiter weiter steigen. HSBC Trinkaus wird dabei dem bewährten Grundsatz folgen, mit seinen Kunden zu wachsen, nicht mit seinen Risiken.

Die Ergebnisse im Einzelnen: Zum Betriebsergebnis haben alle Ertragskomponenten beigetragen.

Der Zinsüberschuss ist um 2,7 % auf 143,3 Mio. Euro gestiegen. Zwar sanken die Margen im Einlagengeschäft deutlich, doch im Kreditgeschäft verbesserten sie sich signifikant. Dank der guten Kapitalausstattung konnte die Bank das Geschäft mit Kunden guter Bonität weiter gezielt ausbauen und ihren Marktanteil erhöhen. Das Zinsergebnis aus Finanzanlagen hat von der sehr guten Liquiditätsausstattung der Bank besonders profitiert.

Der Provisionsüberschuss ist mit 346,2 Mio. Euro (Vorjahr: 347,6 Mio. Euro) weiterhin auf hohem Niveau und die mit Abstand wichtigste Ertragskomponente. Das Ergebnis in klassischen Bankgeschäften wie Kreditgeschäft und Zahlungsverkehr konnte deutlich gesteigert werden. Zudem erhöhte sich das Resultat im Wertpapiergeschäft, was maßgeblich auf den konsequenten Ausbau des Depotbankgeschäfts zurückzuführen ist. Auch die Ergebnisse im Emissions- und Strukturierungsgeschäft wuchsen deutlich, da die Bank nicht zuletzt dank der hohen Platzierungskraft der HSBC-Gruppe in vielen Anleihekonsortien sehr prominent vertreten war. Im Immobiliengeschäft schlägt sich die erfolgreiche Platzierung eines geschlossenen Immobilienfonds positiv nieder. Die Erlöse im Asset Management, aus Devisengeschäften, Derivaten und dem Auslands-geschäft waren dagegen rückläufig.

Das operative Handelsergebnis konnte um 20,1 % auf 117,9 Mio. Euro deutlich gesteigert werden. Der Schwerpunkt liegt unverändert auf dem Handel mit aktiennahen Produkten. Dort ist es der Bank erneut gelungen, im Retail-Geschäft Marktanteile hinzuzugewinnen. Ein außerordentlich gutes Ergebnis konnten zudem der Zinshandel und die Treasuryaktivitäten erzielen. Bonds und Zinsderivate trugen 46,2 Mio. Euro nach 2,4 Mio. Euro zum Handelsergebnis bei, der Anteil des Devisengeschäfts betrug 7,8 Mio. Euro (2008: 8,8 Mio. Euro).

Der Risikovorsorge im Kreditgeschäft hat die Bank erstmals seit einigen Jahren wieder einen substanziellen Betrag zugeführt. Dabei wurden sowohl die Wertberichtigungen auf Einzelbasis als auch auf Portfoliobasis deutlich angehoben. Gleichwohl ist ein Betrag von insgesamt 22,4 Mio. Euro angesichts der operativen Ertragsstärke der Bank im Vergleich zur Branche gering. HSBC Trinkaus hält an seinen strengen Maßstäben bei der Beurteilung von Ausfallrisiken unverändert fest.

Der Verwaltungsaufwand lag mit 400,8 Mio. Euro um 4,3 % höher als im Vorjahr. Die Mitarbeiterzahl stieg leicht an, um weiteres Wachstum der Bank zu ermöglichen. Zudem wurde im Zuge der Wirtschaftskrise die Umlage für den Pensionssicherungsverein deutlich angehoben. Dank des konsequenten Kostenmanagements erhöhten sich die Anderen Verwaltungsaufwendungen lediglich moderat.

Das Ergebnis aus Finanzanlagen ist weiterhin durch die Wirtschaftskrise geprägt, war aber deutlich besser als im Vorjahr. Es beinhaltet sowohl realisierte Verluste in Höhe von 9,5 Mio. Euro als auch unrealisierte Bewertungsverluste in Höhe von 25,7 Mio. Euro. Dem stehen realisierte Gewinne in Höhe von 9,4 Mio. Euro sowie Wertaufholungen auf Anleihen in Höhe von 1,8 Mio. Euro gegenüber. Bei der Bewertung ihrer strategischen Finanzanlagen hat die Bank keine Abstriche an ihren strengen Bewertungsmaßstäben gemacht.

HSBC Trinkaus kann auf dieser Basis eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von 2,50 Euro je Aktie ausschütten. Dies entspricht einer Dividendensumme von 65,3 Mio. Euro, die operativ voll verdient wurde.

Die Bilanzsumme ist im Berichtsjahr um 15,7 % auf 18,7 Mrd. Euro rückläufig. Auf der Aktivseite sind im Vergleich zum Vorjahr insbesondere die Handelsaktiva um 19,8 % auf 10,0 Mrd. Euro, die Forderungen an Kunden um 34,2 % auf 2,7 Mrd. Euro und die Forderungen an Kreditinstitute um 18,5 % auf 2,4 Mrd. Euro zurückgegangen. Dagegen sind die Finanzanlagen um 47,5 % auf 3,1 Mrd. Euro gestiegen. Die Finanzanlagen von HSBC Trinkaus bestehen zu großen Teilen aus notenbankfähigen Anleihen oder Schuldscheindarlehen von deutschen Bundesländern und können daher sehr kurzfristig zur Liquiditätsschöpfung verwendet werden. In den Zinshandelsbüchern der Bank sind keine Bestände aus Übernahmefinanzierungen oder sonstigen Transaktionen enthalten, für die die Preisfindung unverändert schwer ist. Der Rückgang der For-derungen an Kunden ist hauptsächlich auf den geringeren Kreditbedarf der Kunden von HSBC Trinkaus zurückzuführen. Auch in den schwieriger gewordenen Zeiten ist die Bank weiterhin ein verlässlicher Partner für ihre Kunden und wird dies auch bei vermehrtem Kreditbedarf bleiben.

Auf der Passivseite sind vor allem die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden um 21,8 % auf nunmehr 9,1 Mrd. Euro und die Handelspassiva um 15,5 % auf 5,2 Mrd. Euro zurückgegangen. Die Bilanz der Bank ist nach wie vor geprägt durch die sehr hohen Kundeneinlagen, die mehr als das Dreifache des Kundenkreditgeschäfts und fast 50 % der Bilanzsumme ausmachen.

Nach Gewinnverwendung weist HSBC Trinkaus eine Eigenmittelquote von 14,8 % sowie eine Kernkapitalquote von 10,4 % aus, was weit über die Anforderungen der Bankenaufsicht hinausgeht. Auch für die gegenwärtig diskutierten Vorschläge, die Eigenkapitalanforderungen zur Kreditunterlegung zu verschärfen, ist die Bank bereits jetzt exzellent aufgestellt. HSBC Trinkaus hat kein Hybridkapital aufgenommen, sondern die Kernkapitalquote wird schon jetzt ausschließlich aus Kapital und Rücklagen gespeist.

Geschäftssegmente: Alle Geschäftssegmente konnten zu den Geschäftsergebnissen in signifikanter Höhe beitragen. Dies unterstreicht die ausgewogene Struktur der Bank.

Besonders erfolgreich agierte der Bereich Institutionelle Kunden, der mit 67,1 Mio. Euro den höchsten Ergebnisbeitrag und mit 9,3 % die größte prozentuale Ergebnissteigerung aller vier Kernsegmente der Bank aufweist. Insbesondere das Fixed Income-Geschäft schloss mit hohen Provisions- und Handelsergebnissen ab. Dies basiert sowohl auf den zahlreichen Anleihe-Emissionen, die durch die HSBC-Gruppe geführt wurden, als auch der ausgeweiteten Produktvielfalt, die sich aus der Integration in die HSBC-Gruppe ergibt. Herausragend war 2009 das Schuldscheindarlehensgeschäft. Die Erlöse im Asset Management und Aktiengeschäft waren dagegen rückläufig.

Das Segment Firmenkunden konnte mit 54,0 Mio. Euro sein Ergebnis gegenüber dem Vorjahr ebenfalls verbessern (+4,4 %) und insbesondere den Provisionsüberschuss aus der Originierung und Platzierung von festverzinslichen Wertpapieren ausweiten. Zudem stieg der Zinsüberschuss weiter an. Im Kreditgeschäft verbesserte sich das Zinsergebnis dank höherer Margen. Das Einlagenvolumen von Firmenkunden hat mit einem Zuwachs um 850 Mio. Euro auf 4,3 Mrd. Euro eine neue Rekordhöhe erreicht. Dies ist ein eindeutiger Vertrauensbeweis in die Kapitalstärke und Ertragskraft der HSBC-Gruppe. Aufgrund geringerer Margen infolge der Zinssenkungen der EZB sank allerdings das Zinsergebnis im Einlagengeschäft deutlich. Nicht zuletzt dank der intensiven internationalen Betreuung im HSBC-Netzwerk sehen immer mehr Kunden HSBC Trinkaus nicht mehr als Nischenanbieter, sondern als Kernbank. International agierende Großkonzerne ebenso wie gehobene Mittelstandsunternehmen wählen HSBC Trinkaus zunehmend als langfristigen Partner für ihr internationales Geschäft.

Das Segment der vermögenden Privatkunden erreichte mit 29,1 Mio. Euro angesichts des weiterhin schwierigen Marktumfelds ein rückläufiges, aber zufriedenstellendes Ergebnis (-29,2 %). Der Bereich konnte nicht nur bestehende Kundenbeziehungen ausbauen, sondern auch neue Kunden hinzugewinnen. Das betreute Volumen wuchs in diesem Zeitraum von 17,2 Mrd. Euro auf 19,7 Mrd. Euro. Dies zeigt, dass die Solidität und gute Bonität der Bank angesichts der Turbulenzen im Geschäft mit vermögenden Privatkunden besonders hoch geschätzt werden. Die Vermögensverwaltungen des Hauses erzielten für die Kunden auch 2009 wieder deutlich bessere Ergebnisse als der deutsche Marktdurchschnitt. Aufgrund der Zurückhaltung vieler Anleger sanken dagegen die Erlöse im Wertpapiergeschäft.

Der Handel erreichte auch in diesem Jahr mit 65,7 Mio. Euro ein hohes Ergebnis, das allerdings leicht unter dem außergewöhnlich guten Vorjahr lag (-8,8 %). Während die Erlöse im Aktienderivate- und Devisenhandel rückläufig waren, verbesserten sich die Treasury-Erlöse auf hohem Niveau weiter. Darüber hinaus nahmen die Ergebnisse im Aktienhandel zu. HSBC Trinkaus hat 2009 einige viel beachtete Produkt- und Prozessinnovationen in den deutschen Retail-Derivate-Markt eingeführt, zum Beispiel Day Turbos sowie einen Intraday-Emissionsprozess für Knockout-Produkte. Die Veröffentlichung der außerbörslichen Handelsumsätze und der Call/Put-Ratio von DAX-Knockout-Produkten auf der Website www.hsbc-zertifikate.de unterstreicht die Bedeutung, die HSBC Trinkaus einer bereits seit einigen Jahren verstärkten Transparenz zumisst.

HSBC Global Asset Management (Deutschland) GmbH, eine Tochtergesellschaft der Bank, konnte das Geschäftsjahr zufriedenstellend abschließen, sowohl in absoluten Zahlen als auch im Vergleich zum Wettbewerb. Dies ist insbesondere auf das stabile Geschäft mit Spezialfonds und ein effizientes Kostenmanagement zurückzuführen. Die gemanagten Assets konnten auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden. Die HSBC-Liquidity-Fonds verzeichneten signifikante Zuflüsse. Seit Oktober 2009 ist HSBC Global Asset Management mit einer Gesellschaft in der Schweiz vertreten, einem Joint Venture gemeinsam mit HSBC Global Asset Management (France). Der Vertrieb in Osteuropa wurde systematisch ausgebaut und die Marktanteile gesteigert.

Die Tochtergesellschaft HSBC Transaction Services GmbH (vormals ITS) hat 2009 rund 46,3 Mio. Transaktionen aus Handelsgeschäften und Lieferungen abgewickelt; das sind etwa 23 % weniger als im Vorjahr. Insbesondere am Jahresanfang und im Dezember 2009 hat sich die weiterhin spürbare Unsicherheit an den Finanzmärkten in relativ geringen Transaktionsmengen ausgedrückt.

Die Bank-Tochter Internationale Kapitalanlagegesellschaft mbH (HSBC INKA) hat im Jahr 2009 erneut große Mandate gewonnen und konnte das verwaltete Investmentvermögen in Fonds und Investment-AGs netto um 5,4 Mrd. Euro auf 64,3 Mrd. Euro steigern. Zugleich ist die Zahl der Kundendirektanlagen deutlich gewachsen. Das Volumen der von HSBC INKA betreuten fremd verwalteten Investment-AGs belief sich Ende 2009 auf etwa 11,9 Mrd. Euro. Die Volumina im Depot- und Custodygeschäft stiegen ebenfalls signifikant an, im Depotbankgeschäft betrug der Anstieg 5,6 Mrd Euro auf nunmehr 40,6 Mrd. Euro.

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