Flughafen Wien AG

ots Ad hoc-Service: Flughafen Wien AG Jahresergebnis 1999 Zweites Rekordjahr in Folge

Für den Inhalt ist allein der Emittent verantwortlich ----------------------------------------------------- Wien (ots Ad hoc-Service) - Flughafen Wien-Gruppe Jahresergebnis 1999 Zweites Rekordjahr in Folge Nach dem Rekordjahr 1998 konnte die börsennotierte Flughafen Wien AG dieses Ergebnis nochmals übertreffen und damit die beste Bilanz seit Bestehen des Unternehmens legen. Die Vorstandsdirektoren, Mag. Herbert Kaufmann, Ing. Gerhard Schmid und Dr. Kurt Waniek, haben diese erfreulichen Ergebnisse der Flughafen Wien-Gruppe im Rahmen ihrer Bilanzpressekonferenz in Wien bekannt gegeben. Der Betriebserfolg stieg um 28,2 Prozent auf ATS 1.157 Mio. (EUR 84,1 Mio.), das EGT um 19,2 Prozent auf ATS 1.252 Mio. (EUR 91 Mio.) und der Jahresüberschuss um 8,5 Prozent auf ATS 770,2 Mio. (EUR 56 Mio.) Die Ebit-Margin hat sich von 20,5 auf 26,5 Prozent erhöht. Der Gesamtumsatz sank im Berichtsjahr um 1,2 Prozent auf ATS 4.301,6 Mio. (EUR 312,6 Mio.), was auf eine veränderte Umsatzstruktur zurückzuführen ist. Bei einer vergleichbaren Umsatzstruktur wäre dieser um 7,4 Prozent gestiegen. Mit dem ergebnisneutralen Umsatzrückgang ging konsequenterweise auch der Aviation-Umsatz (Airport- und Handling-Erträge) um 0,8 Prozent auf ATS 3.088,1 Mio. (EUR 224,4 Mio.) zurück. Die Non-Aviation-Erträge verzeichneten 1999 einen Rückgang um 2,4 Prozent auf ATS 1.213,5 Mio. (EUR 88,2 Mio.), was im Wesentlichen auf den Wegfall des Duty-free- Verkaufs für Reisen innerhalb der EU zurückzuführen ist. Die Betriebsleistung sank daher um 0,9 Prozent auf ATS 4.369,6 Mio. (EUR 317,5 Mio.). Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen ATS 720,6 Mio. (EUR 52,4 Mio.). Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick 1999 1998 Veränderung in Mio ATS / EUR in Mio. ATS / EUR 1999/98 in % Umsatz 4.301,6 312,6 4.355,1 316,5 -1,2 Betriebsleistung 4.369,6 317,5 4.407,1 320,3 -0,9 Betriebserfolg (EBIT) 1.156,6 84,1 902,0 65,6 +28,2 EGT 1.252,1 91,0 1.050,5 76,3 +19,2 Jahresüberschuss 770,2 56,0 710,0 51,6 +8,5 Cash Earnings (Cash flow aus dem Ergebnis) 1.492,9 108,5 1.368,5 99,5 +9,1 Passagiere (in Mio.) 11,2 10,6 + 5,3 Transferpassagiere 1,5 1,4 +10,2 Flugbewegungen 171.682 165.242 +3,9 Höchstabfluggewicht (in 1000 Tonnen) 5.016 4.684 +7,1 Fracht (in 1000 Tonnen) 161,2 150,1 +7,4 Finanzergebnisse im Detail Der Gesamtumsatz sank im Berichtsjahr um 1,2 Prozent auf ATS 4.301,6 Mio. (EUR 312,6 Mio.), was auf eine veränderte Umsatzstruktur zurückzuführen ist. Die Umsätze aus dem Traffic-Handling sind fast zur Gänze weggefallen. Die Leistungen, die bisher im Auftrag der Flughafen Wien AG von Austrian Airlines und Lauda Air durchgeführt wurden, werden nun von diesen direkt wahrgenommen. Dem Umsatzrückgang von rund ATS 350 Mio. (EUR 25,4 Mio.) steht eine Reduktion des Aufwandes in gleicher Höhe gegenüber. Bei einer vergleichbaren Umsatzstruktur wäre dieser um 7,4 Prozent gestiegen. Die Non-Aviation-Erträge verzeichneten 1999 einen Rückgang um 2,4 Prozent auf ATS 1.213,5 Mio. (EUR 88,2 Mio). Das Minus resultiert im Wesentlichen aus dem Wegfall des Duty-free-Verkaufs für Reisen innerhalb der EU, der mit 1. Juli 1999 abgeschafft worden ist. Dies hatte eine Umsatzverringerung von ATS 29,9 Mio. (EUR 2,2 Mio.) zu Folge. Der deutliche Rückgang der Betriebsaufwendungen um 8,3 Prozent auf ATS 3.213,0 Mio. (EUR 233,5 Mio.) resultiert in erster Linie aus dem Wegfall des Fremdaufwandes für das Traffic-Handling. Der Materialverbrauch stieg hingegen wegen des strengen Winters (Enteisungsmittel) um 4,7 Prozent; die Aufwendungen für Strom gingen u.a. als Folge der Liberalisierung um 17,9 Prozent zurück. Der Anstieg der Personalaufwendungen um 8,4 Prozent ist neben kollektivvertraglichen Erhöhungen und höheren Abfertigungs- und Pensionsabfertigungszahlungen auch auf den Anstieg des Personalstandes zurückzuführen. Dieser blieb mit 3,6 Prozent aber deutlich unter dem Verkehrswachstum, so dass die Produktivität insgesamt um 2,1 Prozent gestiegen ist. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) konnte um 19,2 Prozent auf ATS 1.252,1 Mio (EUR 91,0 Mio) verbessert werden. Aufgrund einer Abschreibung des Genussrechtskapitals, das der Corvin Hotel Airport Plaza Errichtungs- und BetriebsgesmbH gewährt wurde, reduzierte sich der Finanzerfolg um ATS 53,1 Mio. (EUR 3,9 Mio.) auf ATS 95,4 Mio. (EUR 6,9 Mio.) Das Wachstum des Jahresüberschusses fiel mit 8,5 Prozent etwas geringer aus, da das Unternehmen, unter anderem aufgrund einer Betriebsprüfung, für das Berichtsjahr Steuern in der Höhe von ATS 481,9 Mio. (EUR 35,0 Mio.) erwartet. Nach Zuführung zu Gewinnrücklagen in der Höhe von ATS 322,2 Mio (EUR 23,4 Mio) und unter Einschluss des Gewinnvortrages von ATS 14,9 Mio (EUR 1,1 Mio) ergibt sich für die Flughafen Wien-Gruppe ein Bilanzgewinn von ATS 462,9 Mio (EUR 33,6 Mio). Der Vorstand schlägt vor, dass vom Bilanzgewinn der Flughafen Wien AG eine Dividende von EUR 1,60 je Aktie (1998: EUR 1,45 je Aktie) - das sind ATS 462,3 Mio (EUR 33,6 Mio) - ausgeschüttet wird. Damit wird die Dividende von 20 auf 22 Prozent erhöht. Bilanz Die Konzernbilanz der Flughafen Wien Gruppe weist für 1999 einen Anstieg der Bilanzsumme um ATS 543,6 Mio (EUR 39,5 Mio) auf ATS 10.597,0 Mrd (EUR 770,1 Mio) aus. Das betriebswirtschaftliche Eigenkapital stieg um 3,9 Prozent auf ATS 7.606,9 Mrd (EUR 552,8 Mio). Das Anlagevermögen stieg 1999 um 2,0 Prozent auf ATS 6.995,6 Mio. (EUR 508,4 Mio.) Neben Investitionen in das Sachanlagevermögen war dafür einerseits die Aufstockung des Wertpapierbestandes um ATS 144,3 Mio. (EUR 10,5 Mio.) und andererseits eine Abschreibung der Ausleihungen um ATS 80,0 Mio. (EUR 5,8 Mio.) ausschlaggebend. Die Erhöhung des Umlaufvermögens um 12,8 Prozent auf ATS 3.599,0 Mio. (EUR 261,6 Mio.) fand im Wesentlichen im Bereich der liquiden Mittel und Forderungen statt. Verkehrsergebnisse Die Verkehrsentwicklung am Flughafen Wien lag trotz der negativen Auswirkungen der Türkei-Krise auf das Chartergeschäft genau im Plan. Insgesamt konnten 11,2 Millionen Passagiere - um 5,3 Prozent mehr als 1998 - abgefertigt werden. Das Plus bei den Transferpassagieren betrug 10,2 Prozent und erhöhte den Anteil auf insgesamt 27,6 Prozent. Die Flugbewegungen nahmen um 3,9 Prozent zu, während das Höchstabfluggewicht (MTOW) mit 7,1 Prozent deutlich stärker stieg. Mit einem Plus von 7,4 Prozent entwickelte sich die Fracht weitaus besser als erwartet. Ausblick Die Verkehrsentwicklung in den ersten drei Monaten dieses Jahres war bedingt durch das Zusammentreffen verschiedener Faktoren schwächer als erwartet: Das Passagierwachstum betrug im ersten Quartal 1,8 Prozent, während die Flugbewegungen um 6,5 Prozent stiegen und das Höchstabfluggewicht (MTOW) um 4,5 Prozent wuchs. Verantwortlich dafür waren der Y2K-Effekt im Jänner und die Stagnation der Transferpassagiere im März, die im Wesentlichen auf die Umstellungsphase der Austrian Airlines Group von der Qualiflyer Group zur Star Alliance zurückzuführen ist. Insgesamt rechnet die Flughafen Wien AG für 2000 mit einem Verkehrswachstum von 6 Prozent bei den Passagieren und jeweils 5 Prozent bei Flugbewegungen und MTOW. Das Investitionsvolumen wird im heurigen Jahr bei rund ATS 1 Mrd. (? 73 Mio.) liegen. Die Wichtigsten betreffen die Fertigstellung des Parkhauses 4, die Terminalerweiterung, die Erweiterung der internationalen Bus-Gates sowie die Optimierung des Gepäckfördersystems und Grundstückankäufe. Eine wesentliche Entscheidung für das künftige Aussehen des Flughafen Wien hat der Vorstand vor wenigen Wochen getroffen: Aus den beiden Siegerprojekten, die im Vorjahr aus dem Städtebaulichen Wettbewerb hervorgegangen sind, entschied sich das Management für das Projekt der Schweizerisch-Vorarlberger Architektenbietergemeinschaft Itten + Brechbühl / Baumschlager-Eberle. Bis zum Jahr 2007 werden die Kosten des neuen Terminal rund ATS 5,3 Mrd. (? 385.2 Mio.) betragen, die nächste Ausbaustufe (2007 bis 2015) beläuft sich auf ATS 3,6 Mrd. (? 261.6 Mio.) Für das Projekt von Itten + Brechbühl / Baumschlager-Eberle sprachen operative Gründe ebenso wie die günstigeren Gestehungskosten und die höhere Flexibilität. Damit ist gewährleistet, dass die Flughafen Wien AG die künftigen Ausbauten dem Verkehrswachstum entsprechend vornehmen kann. Seit Ende März steht auch der neue Mitbewerber am Vorfeld fest: Das Verkehrsministerium hat die zweite Lizenz für Groundhandling-Dienste an die VAS Flughafen Frankfurt Bodenverkehrsdienste vergeben. Die langjährigen Vorbereitungen des Geschäftsbereiches "Abfertigungsdienste" haben zu großer Effizienzsteigerung in der Flughafen Wien AG geführt. Der Vorstand ist deshalb überzeugt, dass der Marktanteilsverlust für das laufende Geschäftsjahr nicht größer als 5 Prozent sein wird. Auch mittelfristig wird der Marktanteilsverlust nicht signifikant sein. Mit neuen Geschäften, attraktiven Promotions und einem verbesserten gastronomischen Angebot soll der Non-Aviation-Umsatz gesteigert werden. Positive Auswirkungen wird für den Bereich Parkierung die Ende März erfolgte Eröffnung des Parkhauses 4 bringen, das mit 2.389 Stellplätzen das größte Österreichs ist. Für die Beteiligung an internationalen Projekten ist die Flughafen Wien AG aufgeschlossen, sofern die Investition eine attraktive Rendite verspricht. Nach wie vor gut im Rennen liegt man im Projekt Berlin-Brandenburg. Insgesamt erwartet der Vorstand der Flughafen Wien AG einen erfolgreichen Geschäftsverlauf. Ende der Mitteilung ----------------------------------------------------- Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Original-Content von: Flughafen Wien AG, übermittelt durch news aktuell

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