EnBW Energie Baden Württemberg AG

Amerikanisch-deutsches Bieterkonsortium vereinbart: NRG und EnBW wollen VEAG zu einer führenden Wettbewerbskraft im Strommarkt entwickeln
Eigenständigkeit der VEAG und Sitz Berlin bleiben erhalten

    Berlin (ots) - Die NRG Energy, Inc. und die EnBW Energie
Baden-Württemberg AG streben gemeinsam den Erwerb der zur Veräußerung
stehenden Aktienmehrheit an der Vereinigte Energiewerke AG (VEAG) an.
"Wir wollen die VEAG als eigenständiges Unternehmen erhalten und zu
einer führenden Wettbewerbskraft im deutschen Strommarkt entwickeln",
so erklärten NRG-Präsident Dave Peterson und EnBW Vorstandsmitglied
Dr. Klaus J. Kasper am Mittwochabend in Berlin bei der Erläuterung
der Ziele des zwischen beiden Unternehmen in diesen Tagen
vereinbarten Bieterkonsortiums.
    
    Eine Beteiligung von Stadtwerken an der VEAG wird von den
Konsortialpartnern NRG und EnBW ausdrücklich als Ziel genannt. Auch
für eine spätere Beteiligung anderer Unternehmen sei das gemeinsame
Konzept einer künftigen VEAG-Gruppe offen, betonten Dave Peterson und
Dr. Klaus J. Kasper übereinstimmend. Die Braunkohleunternehmen Laubag
und Mibrag (an Mibrag ist NRG bereits zu 33 Prozent beteiligt) seien
wesentliche und feste Bestandteile des VEAG-Konzepts von NRG und
EnBW. Sitz der eigenständigen VEAG sei und bleibe Berlin. Beide
Konsortialpartner verfügten auch über "die notwendige Bonität, um
glaubwürdig zu machen, die Zukunft der VEAG langfristig und dauerhaft
sichern zu können und die Verpflichtungen gegenüber Politik und
Gesellschaft dauerhaft und zweifelsfrei erfüllen zu können."
    
    Kartellrechtliche Hindernisse gegen das amerikanisch-deutsche
Bieterkonsortium erwarten NRG und EnBW nicht: Das gemeinsame Konzept
sehe ausdrücklich vor, daß die VEAG auch künftig unabhängig von der
EnBW im Markt operieren kann. Dies werde unter anderem durch den
geplanten Ausbau der VEAG-Vetriebskompetenz  unterstrichen, aber auch
durch die vereinbarte Mehrheitsbeteiligung von NRG an VEAG
sichergestellt. Schließlich stehe NRG in keinerlei Verpflichtung
gegenüber anderen Wettbewerbern im deutschen Energiemarkt, die Anlaß
zur Besorgnis von Wettbewerbsverzerrungen bieten könnten.
    
    Die vereinbarte Partnerschaft von NRG und EnBW in einem
VEAG-Bieterkonsortium begründeten Dave Peterson und Dr. Klaus J.
Kasper mit den "sich ideal ergänzenden Kompetenzprofilen beider
Unternehmen." Die Bündelung des Anlagen- und Produktions-Know-how des
weltweit fünft größten unabhängigen Stromerzeugers (IPP) mit der im
liberalisierten europäischen Energiewettbewerb erfolgreichen
Marktkompetenz und Kundenorientierung der EnBW könne auch der "Motor
für den Erfolg der neuen VEAG werden."
    
    Einzelheiten des geplanten Kaufangebots an die bisherigen
VEAG-Mehrheitseigentümer konnten NRG-Präsident Peterson und EnBW
Vorstandsmitglied Dr. Kasper noch nicht nennen. Die bis zum 15.
November 2000 währende Frist zur Legung von Kaufangeboten lasse
genügend Zeit, um dieses Angebot sorgfältig auszuarbeiten. Die
Chancen, beim Verkauf der VEAG-Anteile zum Zuge zu kommen,
beurteilten Peterson und Dr. Kasper übereinstimmend optimistisch:
"Wir stehen mit den guten Namen unserer Unternehmen und mit unserem
VEAG-Konzept für eine langfristige, dauerhafte Sicherung dieser für
die Zukunft der ostdeutschen Wirtschaftsstruktur so wichtigen
Unternehmensgruppe ein - das wird auch die Entscheidungsträger in
diesem Verfahren nicht unbeeindruckt lassen."
    
    
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