BLL - Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e.V.

BLL-Neujahrsempfang: Bundesminister Schmidt spricht sich für praktikable Lebensmittelpolitik aus

Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, gab auf dem BLL-Neujahrsempfang einen Ausblick auf seine Schwerpunktthemen 2015 / Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/12796 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/BLL/Reza Jan ...

Berlin (ots) - Im Rahmen des Neujahrsempfangs des Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL) hat sich der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt, für eine "praktikable" Lebensmittelpolitik ausgesprochen, die nur dort eingreift, wo sie notwendig ist, so dass weder Verbraucher noch Wirtschaft überfordert werden: "Die mittelständische Struktur der Branche muss sich in der Politik widerspiegeln." Der Bundesminister gab zudem einen Ausblick auf die Arbeit seines Ministeriums 2015.

Neben Themen wie der Wertschätzung von Lebensmitteln steht zeitnah vor allem die Evaluierung der Deutschen Lebensmittelbuchkommission an: "Das von uns in Auftrag gegebene Gutachten liegt uns jetzt vor und wird geprüft." Schmidt bekannte dazu auch: "Im Kern hat sich die Lebensmittelbuchkommission meiner Meinung nach bewährt." Hinsichtlich des 60-jährigen Jubiläums des Spitzenverbands der deutschen Lebensmittelwirtschaft erklärte der Bundesminister außerdem überzeugt: "Wir brauchen den BLL, weil er in seiner Art und Weise eine gewisse Einzigartigkeit hat."

BLL stellt Nudging-Trend in Frage

BLL-Präsident Stephan Nießner mahnte indes mit Blick auf Ernährungs- und Gesundheitsfragen wie den jüngsten Forderungen der Deutschen Allianz gegen Nichtübertragbare Krank-heiten (NCD), z. B. Sondersteuern und Werbeverbote einzuführen, vor Scheinlösungen und einer Experimentierkasten-Mentalität. "Die Forderungen der NCD-Allianz mögen vielleicht auf den ersten Blick verständlich sein, entpuppen sich aber bei genauer Betrachtung als zweifelhafte Bevormundungsstrategien. Solche Scheinlösungen, die das Gewissen der politisch und gesellschaftlich Verantwortlichen beruhigen, aber von denen nicht wissenschaftlich belegt ist, ob sie überhaupt Effekte erzielen, helfen niemandem weiter. Das erinnert schon wieder stark an einen Experimentierkasten." Auch der Nudging-Trend müsse deshalb genau betrachtet werden. "Bei aller Offenheit gegenüber neuen Erkenntnissen und praktischen Ansätzen bleiben auch beim Nudging Fragen offen. Denn was für die Konsumenten ein sanfter Schubser in die gewünschte Richtung sein soll, könnte für die Wirtschaft zu weitreichenden Verpflichtungen führen", befürchtet Nießner. Der BLL-Präsident forderte die anwesenden Vertreter aus Politik, Behörden und der Wirtschaft dazu auf, "gemeinsam geeignete und zielorientierte Präventionsansätze zu suchen."

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