Deutscher BundeswehrVerband (DBwV)

Gertz: Keine Misstöne zwischen Generalität und Verteidigungsminister

    Berlin (ots) - Entgegen einem anders lautenden Bericht in der
Berliner B.Z. (Freitagausgabe) sieht der Bundesvorsitzende des
Deutschen BundeswehrVerbandes, Oberst Bernhard Gertz, keine Anzeichen
für unterschiedliche Auffassungen zwischen militärischer Führung und
Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping, was die Bereitstellung
einer Schutztruppe für Afghanistan angeht. In der B.Z. war behauptet
worden, dass Gertz gesagt habe, die "halbe Generalität versuchte nun
Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) das Abenteuer
Afghanistan auszureden". "Eine derartige Äußerung habe ich nie
getan", erklärt der Bundesvorsitzende.
    
    Zwar hielte die militärische Führung im Einvernehmen mit ihm die
derzeitigen Kapazitäten der Streitkräfte für begrenzt, doch von einem
"Abenteuer Afghanistan" oder einer völligen Verweigerung der
Bereitstellung von Soldaten sei nie die Rede gewesen. Vielmehr könne
die Bundeswehr - darüber seien sich die Generalität, der Minister und
er einig - ein Kontingent für die UN-geführte Truppe stellen, deren
Stärke jedoch deutlich geringer sein dürfte als die in einigen
Presseberichten genannte Zahl von 2600.
    
    Gertz verwies in diesem Zusammenhang auch auf die Verlautbarung
des Inspekteurs des Heeres, Generalleutnant Gert Gudera. Gudera hatte
deutlich gemacht, dass es keinen grundsätzlichen Widerspruch der
militärischen Führung gegen die geplante Teilnahme an einer
Friedenstruppe für Afghanistan gebe, jedoch auch Grenzen sichtbar
würden. "Dieser Klarstellung ist nichts hinzuzufügen", sagte Gertz.
    
    
ots Originaltext: DBWV Dt. Bundeswehr Verband
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