Deutscher BundeswehrVerband (DBwV)

Kirsch: Ausbildung und Ausstattung genügen Einsatz-Ansprüchen noch nicht im vollen Umfang
Bericht des Wehrbeauftragten zeigt deutliche Handlungsfelder auf

Berlin (ots) - Zum Bericht des Wehrbeauftragten Reinhold Robbe erklärt der Vorsitzende des Deutschen BundeswehrVerbandes, Oberst Ulrich Kirsch:

"Dieser Bericht beschreibt in aller Deutlichkeit eklatante, auch vom Deutschen BundeswehrVerband immer wieder aufgezeigte Defizite und Mängel im System Bundeswehr. Das Aufzeigen der Fähigkeitslücken in der Ausbildung und das Fehlen von geschützten Fahrzeugen müssen die politisch Verantwortlichen aufrütteln. Es wird auch - leider - nur allzu sehr deutlich, dass die Ausstattung den Ansprüchen einer modernen Einsatzarmee noch nicht im vollen Umfang genügt."

Weitere erkannte Problemfelder auch aus Sicht des Deutschen BundeswehrVerbandes seien "eine Vielzahl bürokratischer Hindernisse, denen sich Truppenführer ausgesetzt sehen, sowie die veraltete, unflexible Personal- und Materialplanung", sagte Kirsch. Die Kritik des Wehrbeauftragten an den Rahmenbedingungen, die den Bundeswehrärzten, Piloten und Spezialkräften, die den Soldatinnen und Soldaten das Leben schwer machten, "ist zu unterstreichen und muss aufrütteln", so Kirsch. "Denn die Attraktivität des Soldatenberufs steht auf dem Spiel, wenn nicht unverzüglich solche Defizite beseitigt werden." Speziell im Sanitätsdienst, aber auch bei der Konzeption "Vereinbarkeit von Familie und Dienst" seien dringende Maßnahmen zur Verbesserung der Situation geboten.

Kirsch dankt dem Wehrbeauftragten Reinhold Robbe, der im Mai nicht noch einmal kandidieren will, für seinen Einsatz als "Anwalt der Soldaten". "Der Deutsche BundeswehrVerband hat in den vergangenen fünf Jahren in Reinhold Robbe einen wichtigen Verbündeten gehabt. Er hat das Amt mit größtem Engagement, Überzeugungskraft, Herzblut und weithin anerkannter Kompetenz ausgefüllt. Unsere Soldatinnen und Soldaten spürten, dass sie für ihre berechtigten Anliegen in ihm einen ganz besonderen Fürsprecher hatten."

Pressekontakt:

Wilfried Stolze, Tel.: 030/80470330



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