Deutscher BundeswehrVerband (DBwV)

BundeswehrVerband begrüßt Scharpings Vorschlag zur Bildungsreform in den Streitkräften
Minister kündigt bessere Laufbahn- und Besoldungsstruktur an

    Bonn (ots) - Der Deutsche BundeswehrVerband begrüßt die Absicht von Verteidigungsminister Rudolf Scharping, für die Streitkräfte eine umfassende Bildungsreform in die Wege zu leiten. Scharping hatte in dieser Woche erklärt, dass er mit Blick auf die Leistungsfähigkeit der Streitkräfte eine solche Reform für notwendig halte. Jeder länger dienende Soldat solle die Bundeswehr mit einer besseren zivilberuflichen Qualifikation verlassen, als er mitgebracht habe.

    Eingebettet werde die Reform in die Einrichtung einer
Spezialistenlaufbahn im Mannschaftsbereich einerseits und der
Feldwebellaufbahn mit einer gestrafften dreijährigen Ausbildung
andererseits. Spezialistenlaufbahnen sollen auch im Bereich der
Offiziere und Unteroffiziere entstehen (z.B. im Bereich der
Informationstechnologie). Damit werden langjährige Forderungen des
DBwV, die im Berliner Programm verankert sind, aufgegriffen.
    
    Bundesvorsitzender Bernhard Gertz sicherte Scharping bei dessen
Besuch am 25. Mai in der Bundesvorstandssitzung Unterstützung bei
seinen Plänen für bessere soziale Rahmenbedingungen des militärischen
Dienstes zu. "Wir werden diesen Weg gemeinsam gehen."
    
    Der Minister kündigte an, die Laufbahn- und Besoldungsstruktur
attraktiver zu gestalten. So solle die Eingangsbesoldung A 1, A 2
wegfallen, die man im übrigen Öffentlichen Dienst ohnehin nicht mehr
finde. Es sei daran gedacht, die Besoldung für Mannschaftsdienstgrade
bis auf A 6 anzuheben. Zudem will Scharping mehr Dienstposten für
Spitzendienstgrade bei den Unteroffizieren einrichten. Die
Besoldungsebene Hauptmann/Kompaniechef werde künftig bei A 12 liegen.
    
    Die sechsmonatige Kontingentdauer im Auslandseinsatz sei kein
"Dogma", betonte der Minister auf Nachfrage. "Vor allem werden wir
dabei die Erfahrungen der Soldaten der ersten beiden sechsmonatigen
Kontingente bei unseren Überlegungen berücksichtigen - ebenso die
Erfahrungen, die aus den Familienbetreuungszentren einfließen."
    
    Scharping sicherte in der Bundesvorstandssitzung einen
sozialverträglichen Abbau der Gesamtpersonalstärke der Bundeswehr zu.
Er hatte am 23. Mai in Berlin bekannt gegeben, dass der Gesamtumfang
der Bundeswehr auf ca. 360 000 sinken werde. Im zivilen Bereich
bedeute das, die Altersfluktuation zu nutzen. Bei den Berufs- und
Zeitsoldaten stelle sich diese Frage ohnehin nicht. Für ihn stehe
fest, dass die Zahl von derzeit 187 000 Zeit- und Berufssoldaten auf
mindestens 200 000 erhöht werde.
    
    Scharping zeigte sich zuversichtlich, dass er schon bald mit
Finanzminister Eichel einen Finanzierungsvorschlag zum Umbau der
Bundeswehr vorlegen könne.
    
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