Deutscher BundeswehrVerband (DBwV)

Stellvertretender DBwV-Bundesvorsitzender Ulrich Kirsch zum Bericht des Wehrbeauftragten: Die Zeit des Vertröstens muss vorbei sein

Berlin (ots) - Der Bericht des Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages, Reinhold Robbe, enthüllt einmal mehr in aller Deutlichkeit, wo in den Streitkräften dringender Handlungsbedarf besteht: Der Beruf des Soldaten hat dramatisch an Attraktivität verloren; das Missverhältnis zwischen zunehmenden Aufgaben und real abnehmenden Einkommen schafft Frust in der Truppe.

Zu dem Bericht stellt der stellvertretende Bundesvorsitzende des Deutschen BundeswehrVerbandes, Oberstleutnant Ulrich Kirsch, fest: "Die Zeit des Schönredens und des Vertröstens unserer Soldatinnen und Soldaten muss vorbei sein. Die Fakten im Wehrbeauftragten-Bericht sprechen eine deutliche Sprache, die Verantwortlichen in der Politik und in den Streitkräften sind zum Handeln aufgefordert. Das hat bereits unsere Mitgliederbefragung mit 45 000 Teilnehmern, die im Bericht des Wehrbeauftragten herausgehoben wird, zutage gebracht."

Die Enttäuschung der Soldatinnen und Soldaten über deutliche Verschlechterungen der sozialen Rahmenbedingungen hat, so Kirsch, viele Gründe: Missmut über die Beförderungssituation - insbesondere bei den Portepeeunteroffizieren, über Besoldungskürzungen, über Ausstattungsdefizite in den Einsatzländern, über die jahrelange Unterfinanzierung der Truppe, über Bürokratie und bauliche Zustände vieler Liegenschaften und maroder Unterkünfte.

Besorgniserregend sind für den DBwV auch die Schilderungen des Wehrbeauftragten über Verstöße im Bereich der Inneren Führung, die laut Robbe "keine Einzelfälle" sind. Kirsch: "Zu viel Bürokratie belastet immer noch viele Vorgesetzte und lässt ihnen oftmals nicht die nötige Zeit für eine optimale Ausbildung und Betreuung."

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