Innovationspreis der Deutschen Luftfahrt

Preisverleihung: Der Innovationspreis der Deutschen Luftfahrt 2016 kürt die Sieger

Die Gewinner des ersten Innovationspreises der Deutschen Luftfahrt 2016 mit den Laudatoren, Ausrichtern und Unterstützern. Preisverleihung: Der Innovationspreis der Deutschen Luftfahrt 2016 kürt die Sieger. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/120330 / Die Verwendung dieses Bildes ist für... mehr

Berlin (ots) - BELARIC/Wingly, die Deutsche Lufthansa AG, die eWings.com GmbH und Airbus Operation überzeugten die Jury mit herausragenden Innovations-Konzepten.

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Heute wurde zum ersten Mal der Innovationspreis der Deutschen Luftfahrt (IDL) verliehen. Die Experten-Jury unter Vorsitz von Prof. Rolf Henke, Vorstand DLR, wählte die Preisträger in den vier Kategorien Start-up, Industrie 4.0, Customer Journey und Emissionsreduktion aus zahlreichen Einsendungen aus. Die Gewinner sind Wingly/BELARIC aus Berlin, Kategorie Start-up, Airbus Operation aus Hamburg, Kategorie Industrie 4.0, eWings.com GmbH aus Berlin, Kategorie Customer Journey und Deutsche Lufthansa AG, Kategorie Emissionsreduktion. Die Konzepte überzeugen vor allem dadurch, dass sie nicht nur innovativ und nützlich sind, sondern auch sehr schnell umzusetzen. Brigitte Zypries, MdB, Koordinatorin der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt und Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Dr. Klaus Richter, Chief Procurement Officer Airbus Group & Airbus, Klaus Peter Willsch MdB, Vorsitzender der Parlamentsgruppe Luft- und Raumfahrt und Sarah Wittlieb, Leiterin Innovationsmanagement, Flughafen München GmbH, zeichneten persönlich die Gewinner aus und überreichten ihnen die Trophäen. Die IDL-Preisverleihung fand am BER mit über 100 geladenen Gästen statt, darunter viele hochkarätige Vertreter aus Luftfahrtindustrie und Luftverkehrswirtschaft.

Parlamentarische Staatssekretärin Brigitte Zypries: "Ständige Innovation ist die Triebfeder für nachhaltigen Erfolg in der Luftfahrt. Und genau darum geht es beim IDL. Er zeigt, welche Innovationskraft Deutschland innewohnt. Branchenübergreifendes Denken gehört dabei ebenso zum Konzept wie ein besonderer Fokus auf innovative junge Ideen aus dem Bereich Start-ups."

Prof. Rolf Henke, Vorstand DLR und Jury-Vorsitzender sagt: "Die Bandbreite der Ideen sowie die Qualität der eingereichten Konzepte hinsichtlich ihrer Ausarbeitung hat uns positiv überrascht."

Volker Thum, Hauptgeschäftsführer des BDLI, ergänzt: "In unserer globalen und digitalen Welt ist die Fähigkeit zur schnellen Innovation grundlegende Voraussetzung für Marktführerschaft. Dies gilt in besonderem Maße auch für die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie, die dank wettbewerbsfähiger Produkte global eine Schlüsselposition einnimmt. Innovationen sind Treiber für Technologieführerschaft, für Wachstum, für Beschäftigung und damit für den Erfolg der deutschen LRI im harten weltweiten Wettbewerb. Die Bewerbungen für den ersten Innovationspreis der Deutschen Luftfahrt hat eine Fülle an hervorragenden Ideen aufgezeigt, die unserer Branche neue Impulse geben sowie kreative und auch unkonventionelle Perspektiven bieten. Die besten Innovationen finden dort statt, wo die besten Innovatoren sind - und der IDL ist dafür eine ideale Plattform."

"Luftverkehrsunternehmen müssen heute mit Innovationen auf die rasanten Veränderungen ausgelöst durch die digitale Ära reagieren", sagt Matthias von Randow, Hauptgeschäftsführer BDL. "Die Liberalisierung des Luftverkehrs hat zu einem intensiven Wettbewerb geführt. Innovationen sichern die Zukunftsfähigkeit der deutschen Luftverkehrswirtschaft. Dabei geht es nicht nur darum wie der Treibstoffverbrauch, der Lärm und die CO2-Belastungen gesenkt werden können. Es geht auch darum, das Fliegen für den Fluggast angenehmer zu machen. Moderne Buchungsportale, Apps, die die Orientierung am Flughafen auf dem Weg zum Gate einfacher machen, zeigen, wie groß die Innovationskraft am Standort Deutschland ist. Dieser Erfindungsreichtum zeigt sich auch in der großen Zahl der Bewerbungen für den ersten Innovationspreis der Deutschen Luftfahrt, der damit zu der idealen Plattform für Innovationen werden kann."

Die Bewertung und Auswahl der Preisträger erfolgte nach einem mehrstufigen Verfahren: Zunächst wurden die eingesendeten Unterlagen von den Jurymitgliedern anhand einer standardisierten Bewertungsmatrix nach den Kriterien Neuartigkeit, Konkretisierung, Glaubwürdigkeit, Nützlichkeit, Marktrelevanz, Organisation, Umsetzbarkeit und Einführungsaufwand bewertet. Daraus ergab sich ein Ranking der besten Einsendungen. Diese wurden in der Jurysitzung im Detail evaluiert. Anschließend wurden die Finalisten und abschließend die Gewinner per Votum bestimmt.

Die Mitflugzentrale Wingly der Firma BELARIC aus Berlin greift moderne Trends wie den Shared-Gedanken und die Demokratisierung von Nutzgegenständen auf und setzt diese elegant um - das befand die Jury des IDL und kürte die Innovation zum Preisträger in der Kategorie Start-up. Airbus Operation aus Hamburg gewinnt in der Kategorie Industrie 4.0 mit dem neuen Kabinen-Management-System eCIDS (electronical Cabin Intercommunication Data System). Das System ermöglicht dem Kabinenpersonal die Steuerung der Kabine mittels Smartphone, Smart Watch oder Smart Glass. In der Kategorie Customer Journey setzt sich die eWings.com GmbH aus Berlin mit ihrem Flugbuchungssystem eWings durch. Das Flugbuchungssystem wurde konsequent aus dem Blickwinkel der Nutzer heraus entwickelt und sticht durch mehrere Aspekte heraus: Suchergebnisse werden auch nach stressfördernden Kriterien bewertet; eine klare Visualisierung der Ergebnisse fördert die Übersichtlichkeit. Mit OMEGA, dem Ops Monitoring and Efficiency Gap Analyser, überzeugt die Deutsche Lufthansa AG aus Frankfurt in der Kategorie Emissionsreduktion. Die Software wurde in Zusammenarbeit mit dem Softwarespezialisten Aviaso entwickelt und ermöglicht es, die Flugdaten des Flugdatenschreibers den ursprünglichen Plandaten gegenüber zu stellen und sie mit der idealen Trajektorie (Flugroute) zu vergleichen.

Weiterführende Informationen:

Die Jury des IDL setzt sich zusammen aus: Prof. Rolf Henke, DLR-Vorstand, (IDL-Jury-Vorsitz), Roland Bähr, Manager Research & Technology Business Development, Airbus Operations GmbH , Volker Thum, Hauptgeschäftsführer, BDLI e.V., Niklas Veltkamp, Mitglied der Geschäftsleitung Start-ups, Bitkom e.V., Dr. Karl Heinz Haag, Leiter Umweltkonzepte, Lufthansa Konzern, Lutz Deubel, Bereichsleiter Center Management, Flughafen Hamburg GmbH und Prof. Dr. Kathrin Möslein, Leiterin des Lehrstuhls "Information Systems I", Universität Erlangen-Nürnberg.

Hinter dem Konzept des IDL stehen starke Partner: Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI), der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft e.V. (BDL), das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Digitalverband Bitkom sowie der führende Beratungs- und Ingenieurdienstleister P3 group.

Wingly bringt Piloten und Passagiere zusammen. Auf einer Web-Plattform der Firma BELARIC können private Piloten Strecken oder Rundflüge inserieren und potenzielle Passagiere können diese über das System einfach und verbindlich buchen - ähnlich einer klassischen Mitfahrzentrale. Bereits zwei Monate nach Start konnte Wingly hunderte Buchungen, tausende Registrierung und viele glückliche Flieger verzeichnen. Neben dem Zusammenbringen von privaten Piloten und Flugbegeisterten kümmert Wingly sich auch um Versicherungen und bezieht rechtliche Rahmen mit ein, damit hebt sich Wingly stark von der unmittelbaren Konkurrenz ab. Wingly kann, wenn es richtig Fahrt aufnimmt, eine ernsthafte Alternative zum bestehenden Transportgeschäfte werden und sorgt so für Bewegung im gesamten Transportmarkt.

eCIDS ist das neue Kabinen-Management System von Airbus. Neue Technologien und Architekturen ermöglichen dem Kabinenpersonal die Steuerung der Kabine mittels Smartphone, Smart Watch und Smart Glass - z.B. die drahtlose Lichtsteuerung oder den digital optimierten Meal Ordering Ablauf. Darüber hinaus werden durch die Digitalisierung der Prozessabläufe in der Kabine ganz neue Geschäftsfelder erschlossen - sowohl für Airbus als auch für Airlines und Passagiere oder Unternehmen, die mit den zuvor genannten Geschäftsbeziehungen unterhalten. Die Integration von über 40 Systemfunktionen wie z.B. der Klimaanlage, der Lichtsteuerung, der Überwachung des Wassertanks oder der Rauchmelder geschieht aktuell ohne Schnittstellen. eCIDS bietet diese Schnittstellen und ermöglicht ganz neue Formen der Kommunikation und Analyse.

In Zusammenarbeit mit dem Software Spezialisten Aviaso hat die Deutsche Lufthansa AG die Software OMEGA entwickelt. Diese ermöglicht es, ermöglicht es, die Flugdaten des Flugdatenschreiber den ursprünglichen Plandaten gegenüber zu stellen und sie mit der idealen Trajektorie (Flugroute) zu vergleichen. Gewonnene Erkenntnisse sollen in Projekte zur Effizienzsteigerung einfließen. Damit sollen Treibstoffkosten gespart und CO2 Emissionen verringert werden. Außerdem tragen die gewonnenen Erkenntnisse zur Erhöhung der Flugsicherheit bei. Die Analysesoftware kann die Auswirkungen von Veränderungen und Neuerungen am Flugzeug endlich direkt sichtbar machen und so auf ganz unterschiedlichen Ebenen zu Effizienzsteigerungen führen. OMEGA ist ein Beispiel dafür, dass die Luftfahrt ihre Umweltverantwortung wahrnimmt und umfassende Antworten liefert.

Das Flugbuchungssystem eWings wurde konsequent aus dem Blickwinkel der Nutzer heraus entwickelt. Das Portal sticht durch mehrere Aspekte heraus: die Suchergebnisse werden nicht nur nach Preisen, sondern auch nach stressfördernden Kriterien bewertet. Die klare Visualisierung der Suchergebnisse fördert die Übersichtlichkeit. Das System vereinfacht und verkürzt den Buchungsvorgang signifikant. Die Mission von eWings ist es, das Finden, Buchen und Managen von Flügen so einfach wie möglich zu machen. Das Unternehmen strebt an, sowohl im Web als auch im Mobile-Bereich, der Travel-Companion für den professionellen Vielflieger zu sein.

Über den Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI) Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI) mit über 230 Mitgliedern vertritt die Interessen einer Branche, die durch internationale Technologieführerschaft und weltweiten Erfolg ein wesentlicher Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft geworden ist. Die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie mit derzeit rund 106.800 direkt Beschäftigten bündelt nahezu alle strategischen Schlüsseltechnologien. Sie generiert ein jährliches Umsatzvolumen von gegenwärtig 34,7 Milliarden Euro. Zu den primären Aufgaben des BDLI gehören die Kommunikation mit politischen Institutionen, Behörden, Verbänden und ausländischen Vertretungen in Deutschland, aber auch verschiedenste Mitglieder-Serviceleistungen im In- und Ausland. Der Verband ist Markeninhaber der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA in Berlin, die vom 1. - 4. Juni 2016 in Berlin stattfinden wird. Der BDLI ist offiziell beim Deutschen Bundestag akkreditiert und erfüllt dort eine Reihe gesetzlich verankerter Aufgaben. Er ist Mitglied des europäischen Dachverbandes AeroSpace and Defence Industries Association of Europe (ASD) und des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).

Über den Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft e.V. (BDL)

Der BDL (bdl.aero) wurde 2010 als gemeinsame Interessenvertretung der deutschen Luftverkehrswirtschaft gegründet. Mitglieder des Verbandes sind die Fluggesellschaften, Flughäfen, die Deutsche Flugsicherung und weitere Leistungsanbieter im deutschen Luftverkehr. Die Luftverkehrswirtschaft ermöglicht Mobilität für jährlich über 200 Mio. Fluggäste und trägt mit dem Transport von Waren im Wert von über 200 Mrd. EUR zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland bei. Die Luftfahrt sichert in Deutschland mehr als 800 000 Arbeitsplätze.

Über das Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Das DLR (dlr.de) ist das Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Seine Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit sind in nationale und internationale Kooperationen eingebunden. Darüber hinaus ist das DLR im Auftrag der Bundesregierung für die Planung und Umsetzung der deutschen Raumfahrtaktivitäten zuständig. Zudem sind im DLR zwei Projektträger zur Forschungsförderung angesiedelt. Das DLR erforscht Erde und Sonnensystem, es stellt Wissen für den Erhalt der Umwelt zur Verfügung und entwickelt umweltverträgliche Technologien für Energieversorgung, Mobilität, Kommunikation und Sicherheit. Sein Portfolio reicht dabei von der Grundlagenforschung bis zur Entwicklung von Produkten für morgen. Das DLR betreibt Großforschungsanlagen für eigene Projekte und als Dienstleister für Partner in der Wirtschaft. Darüber hinaus fördert es den wissenschaftlichen Nachwuchs, berät die Politik und ist eine treibende Kraft in den Regionen seiner 16 Standorte.

Über Bitkom

Der Digitalverband Bitkom (bitkom.org) vertritt mehr als 2.300 Unternehmen der digitalen Wirtschaft, davon gut 1.500 Direktmitglieder. Sie erzielen mit 700.000 Beschäftigten jährlich Inlandsumsätze von 140 Milliarden Euro und stehen für Exporte von weiteren 50 Milliarden Euro. Zu den Mitgliedern zählen 1.000 Mittelständler, 300 Start-ups und nahezu alle Global Player. Sie bieten Software, IT-Services, Telekommunikations- oder Internetdienste an, stellen Hardware oder Consumer Electronics her, sind im Bereich der digitalen Medien oder der Netzwirtschaft tätig oder in anderer Weise Teil der digitalen Wirtschaft. 78 Prozent der Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Deutschland, 9 Prozent kommen aus Europa, 9 Prozent aus den USA und 4 Prozent aus anderen Regionen. Bitkom setzt sich insbesondere für eine innovative Wirtschaftspolitik, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine zukunftsorientierte Netzpolitik ein.

Über die P3 group

P3 (p3-group.com) ist ein führender, international tätiger Anbieter von Beratungs- und Ingenieurdienstleistungen sowie Spezialist im Testen von Mobilfunknetzen. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 3.000 Mitarbeiter weltweit, die daran arbeiten neue innovative Lösungen für die komplexen technischen Herausforderungen der heutigen Zeit zu entwickeln und zu implementieren. Im Jahr 2015 erwirtschaftete das Unternehmen Umsatzerlöse von mehr als 300 Millionen Euro. P3 bietet seinen Kunden aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Automobil, Energie und Telekommunikation ein breites Portfolio an Dienstleistungen und proprietären Anwendungen. Die Fachberater des Unternehmens verfügen über tiefgreifendes technisches Knowhow gepaart mit langjähriger Management-Erfahrung.

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