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Coca Cola setzt auf Designer-Milch - deutsche Molkereien sind skeptisch
Molkerei Arla: "Man kann und muss nicht auf jeden Zug aufspringen"

Hamburg (ots) - Deutsche Molkereien planen derzeit keine eigene sogenannte Designer-Milch zu produzieren nach dem Vorbild des US-Unternehmens Fairlife, das in den USA seit 2014 eine laktosefreie, zuckerreduzierte, dafür mit Kalzium und Eiweiß angereicherte Milch vertreibt. Dies berichtet das Wirtschaftsmagazin BILANZ in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe. Die Firma Fairlife, bei denen Coca-Cola eingestiegen ist, zerlegt die Milch in ihre Bestandteile, mixt sie mittels einer speziellen Ultrafiltrierung anschließend wieder im gewünschten Verhältnis zusammen und verkauft sie zum doppelten Preis der gewöhnlichen Milch. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Fairlife mit seiner Milch rund 90 Millionen US-Dollar Umsatz.

Von BILANZ befragte deutsche Molkereien wie etwa Ehrmann, Theo Müller, Bauer, Andechser und Friesland-Campina zeigten sich allesamt skeptisch ob der Erfolgsaussichten einer derart gefilterten Milch auf dem deutschen Markt und verneinten die Frage nach Plänen für ein ähnliches Produkt. "Man kann und muss nicht auf jeden Zug aufspringen", sagte ein Sprecher der deutschen Tochterfirma der Molkerei Arla.

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Redaktion BILANZ
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