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Claas hält an Russlandstrategie fest
Deutscher Landmaschinenhersteller plant trotz Ukraine-Krise Werkseröffnung in Südrussland

Hamburg (ots) - Der Landmaschinenhersteller Claas, Harsewinkel, will trotz der anhaltenden Ukraine-Krise an der geplanten Eröffnung seines Werks im südrussischen Krasnodar im Herbst 2015 festhalten. Das sagte der Sprecher der Geschäftsführung, Lothar Kriszun (62), gegenüber dem Hamburger Wirtschaftsmagazin BILANZ (April-Ausgabe). Auch wegen der von der EU verhängten Russland-Embargos hatte Claas (Umsatz: 3,8 Mrd. Euro) im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch um fast 50 Prozent auf 155 Millionen Euro erlitten.

Das 2005 in Südrussland errichtete Werk soll um das Zehnfache seiner Fläche auf fast 440.000 Quadratmeter erweitert, die Jahreskapazität dadurch auf bis zu 2.500 Mähdrescher und Traktoren mehr als verdoppelt werden. Aufgrund der Tatsache, dass Claas in Krasnodar künftig die komplette Fertigung und nicht mehr nur die Montage vornimmt, hofft man künftig als heimischer Hersteller anerkannt zu werden und die gleichen wirtschaftlichen Vorteile zu genießen wie die russischen Konkurrenten. Kriszun geht davon aus, mit der Werkseröffnung "endlich unter gleichen Voraussetzungen antreten" zu können. "Da spielen auch politische Kräfte eine Rolle, die man zwangsläufig nicht alle unter Kontrolle hat. Wir sind aber durchaus optimistisch", sagte er BILANZ.

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