Familienbetriebe Land und Forst

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Eichenprozessionsspinner

Berlin/Brandenburg (ots) - Bevor der Eichenprozessionsspinner (EPS) im Frühjahr aktiv wird, fordern die Forstwirte die sofortige Zulassung des bewährten und die übrige Umwelt schonenden Bekämpfungsmittels "Dipel ES" in der Kompetenz der Bundesländer.

Bislang entscheidet das Bundeslandwirtschaftsministerium im Einvernehmen mit den Umweltbehörden des Bundes über den Einsatz des Mittels. Das Umweltministerium verweigert jedoch das Einvernehmen. Das führt seit Jahren zu Verzögerungen in der Bekämpfung und hat verheerende Folgen für Mensch und Baum. "Der Eichenprozessionsspinner unterwirft sich nicht unterschiedlichen Verwaltungsinstanzen." kommentiert Eberhard Lasson vom Grundbesitzerverband Brandenburg.

"Erst wenn die EPS-Bekämpfung Ländersache wird, können wir regional viel besser und schneller auf den Schädling reagieren. Wir begrüßen daher die Position des Bundeslandwirtschaftsministeriums, das die Notwendigkeit einer effizienten Bekämpfung einsieht und die Genehmigungsvergabe auf Länderebene vorantreiben will. Nur so kommt das Mittel "Dipel ES" noch rechtzeitig zum Einsatz."

Bisher ist nur das Mittel "KARATE" für die Forstwirtschaft verfügbar. Dieses ist für den Einsatz gegen den EPS jedoch völlig ungeeignet. "KARATE wollen und werden wir nicht nutzen, weil die Wirkungen auf die übrigen Organismen nicht verantwortbar sind. Uns aber geht es um nachhaltige Forstwirtschaft. Das bedeutet: Wir wollen den wertvollen nachwachsenden Rohstoff Holz bereitstellen und uralte Eichen schützen." erklärt Lasson. "Der Eichenprozessionsspinner hat schon genug Eichenalleen befallen und zerstört. Es ist völlig unverständlich, wie Umweltbehörden bewusst ein in Jahrhunderten gewachsenes Kulturgut Brandenburgs kaputt gehen lassen." so Lasson. "Die Behörden müssen jetzt schnell handeln, damit der logistische Aufwand für die Bekämpfung im Frühjahr noch zu bewerkstelligen ist." so Lasson weiter.

Der EPS ist jährlich nicht nur eine Gefahr für Eichen, sondern auch für die Gesundheit der Bevölkerung. Die sehr feinen Brennhaare der Raupe lösen starke allergische Reaktionen auf der Haut und in den Atemwegen von Menschen aus. Dies kann sogar lebensbedrohend werden.

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