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Vorbild Thüringen: Land fördert Anschaffung von Erdgasbussen

Berlin (ots) - Einen umweltschonenden ÖPNV wünschen sich viele Bürger. Eine gute Alternative sind Erdgasbusse, die weniger Lärm und Schadstoffe ausstoßen als vergleichbare Dieselmodelle. Aktuell sind in Deutschland ca. 1.700 Busse mit CNG-Antrieb im Einsatz. Damit es mehr werden, hat das Land Thüringen seine ÖPNV-Investitionsrichtlinie überarbeitet und die Förderung alternativer Technologien im Öffentlichen Personennahverkehr wiederbelebt. "Dies ist ein wichtiges Signal für kommunale Busflottenbetreiber und erleichtert die Entscheidung zur Anschaffung von Erdgasbussen", lautet die Einschätzung von Dr. Timm Kehler, Geschäftsführer der erdgas mobil GmbH. Er hofft zudem, dass andere Bundesländer dem Vorbild Thüringens folgen.

In der Richtlinie heißt es konkret, dass die "Beschaffung von Fahrzeugen des ÖPNV mit alternativen Antriebstechnologien (insbesondere Elektro-, Hybrid- oder Gasantrieb)" förderfähig ist. Neben der Förderung, die es grundsätzlich für die Anschaffung eines neuen barrierefreien Linienbusses gibt, gewährt Thüringen einen Zuschuss in Höhe von 75 Prozent für die Mehrkosten eines Erdgasantriebs gegenüber dem konventionellen Dieselantrieb. Darüber hinaus unterstützt das Land auch Investitionen in die Infrastruktur und Ersatzbeschaffungen mit bis zu 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.

Der Landesinitiativkreis Thüringen und erdgas mobil hatten sich dafür engagiert, dass die Förderung für die Anschaffung von umweltschonenden Erdgasbussen wieder aktiviert wurde. Die jetzt verabschiedete Richtlinie in Thüringen hat alle Vorschläge der Landes- und Bundesinitiative umgesetzt. "Die EU fordert von ihren Mitgliedsstaaten, die Weichen für eine noch stärkere Nutzung alternativer Technologien wie Erdgas und Bio-Erdgas zu stellen", so Kehler. "Die Investitionsrichtlinie in Thüringen ist ein Anfang und hat hoffentlich Pilotcharakter für andere Bundesländer, sonst gerät Deutschland in einen Rückstand gegenüber anderen europäischen Nationen."

Ein Blick über den Tellerrand zeigt, dass EU-Nachbarn wie Tschechien und Polen auf dem Vormarsch sind, was den Einsatz von modernen Erdgasbussen angeht. In Warschau wurden Anfang des Jahres 35 neue Busse der Marke Solbus mit LNG-Antrieb in Betrieb genommen. Die Verkehrsbetriebe im tschechischen Ostrava haben für 2015 mehr als 100 Erdgasbusse bei Solaris geordert, die noch in diesem Jahr ihren Liniendienst aufnehmen sollen. Zudem ist dort die Errichtung von zwei neuen Erdgastankstellen geplant. Als Paradebeispiel für Erdgasbusse im ÖPNV lässt sich zudem Ankara anführen. Die türkische Metropole setzt seit Jahren auf den umweltschonenden Antrieb. Mittlerweile sind dort über 1.000 Erdgasbusse vom Typ MAN Lion's Classic CNG im Einsatz. Damit besitzt Ankara die größte Erdgasbusflotte weltweit.

Die Vorteile für die Kommunen sind klar: Erdgas als Kraftstoff verursacht deutlich weniger Schadstoffe als Diesel und ist trotz des aktuellen Ölpreistiefs immer noch absolut wettbewerbsfähig. Kann wie in Thüringen ein Großteil des Mehrpreises gegenüber dem konventionellen Antrieb durch eine Förderung aufgefangen werden, rechnet sich die Anschaffung besonders schnell. Außerdem sind die Motoren deutlich leiser als bei Dieselmodellen, was CNG-Busse speziell für den Innenstadtbereich interessant macht.

Über erdgas mobil

erdgas mobil ist eine Initiative führender Unternehmen der deutschen Gaswirtschaft, um Erdgas und Bio-Erdgas als Kraftstoff stärker auf dem Markt zu etablieren. Der an mittlerweile rund 900 Tankstellen in Deutschland erhältliche alternative Kraftstoff hat vor allem durch die Beimischung von Bio-Erdgas das Potenzial, langfristig einen bedeutenden Beitrag zur Verringerung von Emissionen im Straßenverkehr - insbesondere von CO2, Lärm, Stickoxiden und Feinstaub - zu leisten. So werden beispielsweise bei einer 20-prozentigen Bio-Erdgas-Beimischung gegenüber einem Benziner rund 39 Prozent CO2 eingespart. Der Preis für den alternativen Kraftstoff liegt durchschnittlich rund 50 Prozent unter dem für Benzin, gegenüber Diesel können 30 Prozent gespart werden.

Druckfähiges Bildmaterial und weitere Informationen unter www.erdgas-mobil.de.

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