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Frankfurter Rundschau: Bärendienst für den Frieden

Frankfurt (ots) - Bei Juan Manuel Santos liegt die Sache wieder anders. Er hat nicht nur Absichten erklärt, sondern Abmachungen vorgelegt. Aber er hat nicht für Mehrheiten gesorgt. Er ist gescheitert - zumindest vorerst. Ein Friedensnobelpreis für gescheiterte Friedensverhandlungen! Dabei hätte das Komitee einfach warten können. Es gab kaum einen Beobachter Kolumbiens, der sicher gewesen war, dass Präsident Santos für sein Vorhaben eine Mehrheit bekommen würde. Nahezu jedem war klar, dass es knapp werden würde. Hätte man in Oslo die Kolumbianer ernst genommen, hätte man das Referendum zunächst abgewartet. Aber das Komitee braucht kein Volk für seinen Frieden. Das ist ein schreckliches Signal an alle, die in anderen Ländern versuchen, den Bürgerkriegen, den Aufständen und Killerkommandos ein Ende zu machen. Die Entscheidung des Nobelpreiskomitees hat ihnen die Arbeit erschwert.

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