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Frankfurter Rundschau: Gespräche statt Sanktionen

Frankfurt (ots) - In den Hauptstädten Ostasiens ist nach dem Atomtest Nordkoreas die Forderung zu hören, Machthaber Kim Jong-un durch wirtschaftliche Isolation gefügig zu machen. Die Folge wäre eine Hungersnot unter Zivilisten. Ethisch gesehen verbietet sich damit diese Entscheidung. Auch politisch gesehen hat es keinen Sinn, das Regime zu ruinieren: Mit einem Zusammenbruch Nordkoreas ist niemandem gedient. Auf Südkorea käme die Integrationen eines völlig entfremdeten Volkes zu. China droht eine Flüchtlingskrise plus Verlust eines Bollwerks gegen den US-Einfluss in Nordostasien. Gerade Verzweiflung könnte Kim dazu bringen, die Bombe tatsächlich einzusetzen. Gespräche der USA mit Pjöngjang könnten dagegen helfen. Sie bieten die Chance, wieder einen Fuß in die Tür zu bekommen - und Kim Zugeständnisse abzuringen.

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