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Frankfurter Rundschau: Fahrplan für den Frieden

Frankfurt (ots) - Das Himmelreich des ewigen Friedens wird in Kolumbien nicht anbrechen, weil die Regierung und die Farc-Rebellen endlich das Abkommen fertig haben, über dem sie fast vier Jahre lang bei Verhandlungen in Havanna gebrütet haben. Es wird weiter Blut fließen. Eine weitere, freilich kleinere Guerilla-Truppe kämpft weiter. Denn ob die Farc alle ihre Leute vom Frieden überzeugen kann, ist fraglich; womöglich machen manche auf eigene Faust weiter. Am gefährlichsten sind vermutlich die teils unpolitischen Überbleibsel der Paramilitärs, die vor allem auf dem Land Mord und Terror verbreiten. Dennoch hat Kolumbien seit langem nicht so optimistisch sein dürfen wie jetzt. Dass man die, die für die fürchterlichen Massaker verantwortlich sind, übermorgen womöglich am Rednerpult des Parlaments stehen sieht - ja, da mag manchem Kolumbianer der Morgenkaffee hochkommen. Aber man darf nicht vergessen, dass die, die mit ähnlichen Untaten geantwortet oder sie gedeckt haben, da schon lange reden.

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