Frankfurter Rundschau

Frankfurter Rundschau: Pressestimme zu Böhmermann

Frankfurt (ots) - Die Frankfurter Rundschau schreibt zur Affäre Böhmermann:

Obwohl die Affäre ihn persönlich unter erheblichen Druck setzen dürfte, hat Böhmermann die Unterwerfung unter seine Gegner verweigert: Die geforderte Unterlassungserklärung gibt er nicht ab. Der Meinungsfreiheit erweist der Moderator damit deshalb einen Dienst, weil er nun auch zivilrechtlich auf einen Prozess zusteuert. Hier wird es - klarer noch als in einem Strafverfahren wegen Beleidigung - um die entscheidende Frage gehen: Kann es allen Ernstes verboten sein, auch die Grenzen der Satire auf satirische Weise zu thematisieren? Und rassistische Klischees zu zitieren, um sie vorzuführen?

Das nämlich ist der oft (auch von Merkel) verschwiegene Zusammenhang, in dem das Schmähgedicht steht: Es diente dem Zweck, die Grenze zu markieren. Den Sieg, so etwas zu unterbinden, mag Böhmermann einem Erdogan nicht lassen. Dafür gebührt ihm Dank.

Pressekontakt:

Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
Telefon: 069/2199-3222

Original-Content von: Frankfurter Rundschau, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Frankfurter Rundschau

Das könnte Sie auch interessieren: