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Frankfurter Rundschau: Sühne für Timbuktu

Frankfurt (ots) - Ein Bündnis aus Islamistengruppen und den nach Unabhängigkeit strebenden Tuareg überrannte 2012 den Norden Malis und verwüsteten in Timbuktu die Grabstätten und Heiligtümer der Sufis, einer mystischen Strömung des Islam, die in den Augen der fundamentalistischen Terrorgruppen als unislamisch gilt. Am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag hat ein Verfahren gegen einen der mutmaßlichen Haupttäter der Verwüstungen begonnen. Die Anklage ist ihres Zeichens das erste internationale Tribunal wegen des Tatbestands der Kulturzerstörung, die von den Anklägern als Kriegsverbrechen bewertet wird. Der Prozess mag hilflos anmuten. Trotz allem ist er ein wichtiges Signal gegen den islamistischen Terror. Er wird nun unter Beweis zu stellen haben, dass es international geltendes Recht gibt, das auch in der Lage ist, ungezügelten Terror zur Rechenschaft zu ziehen.

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