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Frankfurter Rundschau: Gesinnung statt Politik

Frankfurt (ots) - Der Soziologe Hans-Georg Soeffner hat dieser Tage geschrieben: "Der religiös grundierte Fundamentalismus sucht sein Heil in einem die Gemeinschaft überhöhenden, transzendenten Kosmos." Dann kam die Parallele, die der CSU weniger gefallen dürfte: "Dass in Deutschland sowohl ein Teil der politischen Eliten (...) als auch, nicht zufällig, die montäglichen ,Wir sind ein Volk!'-Rufer immer wieder nach einer deutschen Leitkultur suchen oder diese retten wollen, basiert auf einem ähnlichen Reflex. In ihm tritt an die Stelle der Verteidigung rechtlicher Gleichheit (...) der Wunsch nach einer sichtbar gemeinsamen Gesinnung: An die Stelle der Rechtskultur tritt eine Gesinnungsleitkultur." Christsoziale Bayern sind sicher etwas anderes als religiöse Fundamentalisten. Mit ihren Vorstößen trägt die CSU nichts zur Lösung der Probleme mit Zuwanderung bei. Sie lenkt vielmehr von der Notwendigkeit ab, diesen Problemen endlich mit konsequenter Integrationspolitik zu begegnen.

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