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Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Ukraine/Merkel/Hollande/Putin

Stuttgart (ots) - Wie immer ein Kompromiss im Detail auch aussehen mag, er wird für Petro Poroschenko schmerzhafter sein als für Wladimir Putin. Der ukrainische Präsident steht unter größerem Druck. Im gesamten Land mehren sich Anschläge und in den Kiewer Ministerien werden immer wieder Verräter enttarnt. Kiew braucht Ruhe im Osten. Dass der Donbass unter diesen Umständen in naher Zukunft wieder zu einem ganz normalen Bestandteil der Ukraine werden könnte, ist im Augenblick kaum vorstellbar.

Ein Dilemma ist es auch für den Westen. Denn natürlich führt das zu der Frage, ob man Wladimir Putin, der massiv die Regeln der internationalen Gemeinschaft gebrochen hat, letztlich das Gefühl des Sieges überlassen kann. Die Antwort sollte Nein lauten. Wenn aber die Alternative darin besteht, einen Krieg zu riskieren, der weit über das hinausgeht, was seit nahezu einem Jahr in einem räumlich eng umrissenen Gebiet in der Gegend um die Städte Donezk und Lugansk geschieht und bei dem russische Soldaten auf Nato-Soldaten schießen, dann ist das Nein vielleicht doch die falsche Antwort.

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