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Frankfurter Rundschau: Angst und Enge

Frankfurt (ots) - Nach den Anschlägen von Paris sind reflexartige Reaktionen erkennbar - und erinnern an die Welt nach dem 11. September 2001. Neun von zehn Deutschen befürworten verschärfte Sicherheitsmaßnahmen. Eine zu starke Beeinträchtigung der Grundrechte befürworten dagegen nur fünf Prozent. Verstärkte Kontrollen in Fußballstadien sind hinnehmbar. Wer Klassenfahrten nach Berlin absagt, dürfte in aller Konsequenz seine Kinder auch in Frankfurt, Halle oder Köln nicht auf die Straße lassen. Vermeiden müssen wir die Entwicklung, welche die USA unter George W. Bush genommen haben: das immer weitere Schleifen von Bürgerrechten - ohne dass es einen Beleg gäbe, dass die Sicherheit dadurch gewachsen wäre. Bei jeder Maßnahme müssen wir uns fragen: Macht sie unser Leben unverhältnismäßig eng, beschneidet sie unsere Freiheit zu sehr? Und ist dies nicht das, was die Terroristen bezwecken?

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