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Frankfurter Rundschau: Großzügigkeit statt rechte Parolen

Frankfurt (ots) - Politik müsste den Menschen in Deutschland und Europa offen sagen, dass nur ein minimaler Anteil der Flüchtenden sich überhaupt auf den Weg zu uns macht: Zwei Drittel der Menschen, die angesichts von Krieg oder Armut das Weite suchen, bleiben im eigenen Land, viele weitere in ihrer Region. Der Libanon oder Jordanien haben, gemessen an der Bevölkerungszahl, ein Vielfaches dessen verkraftet, was in Deutschland schon als Problem angesehen wird. Die 60 000 Flüchtlinge, über die Europa seit Wochen stritt, machen 0,1 Prozent der weltweit Flüchtenden aus. Und davon befinden sich 40 000 ohnehin schon in Europa. Vor allem aber müssten Politiker angesichts der Dimension des Problems für Großzügigkeit werben und sie praktizieren, statt rechte Parolen nachzubeten. Und zwar nicht nur, wenn es um Arbeitskräfte geht (das hat mit Asyl nichts zu tun!), sondern aus schlichter Menschlichkeit.

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