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Frankfurter Rundschau: Zur Anklageerhebung gegen Norbert Mappus:

Frankfurt (ots) - Die Schneise der Verwüstung, die er hinterlassen hat, evoziert nicht etwa das Bild von einem Elefanten, eher von einem Hornochsen im Porzellanladen. Mit dem um mindestens 840 Millionen Euro überteuerten Rückkauf des Energiekonzerns EnBW hat er die Landeskasse, also die Steuerzahler geschädigt, sich zum Laufburschen des geldgeilen Deutschland-Chefs von Morgan Stanley gemacht, die Verfassung gebrochen und - wie die Staatsanwaltschaft vermutet - Untreue begangen. Das ist eine Erfolgsbilanz, die nicht viele deutsche Politiker vorweisen können. Darum ist es einerseits Unsinn, in Mappus mehr als die grinsende Karikatur eines Politikers erkennen zu wollen. Andererseits ist es verwunderlich, wie lange seine baden-württembergischen Parteifreunde ihm die Treue gehalten haben: Im Porzellanladen war der Hornochse allein, aber vor der Tür stand schützend die Horde.

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