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Schwäbische Zeitung: Mit Arbeit integrieren - Kommentar zu Azubimangel

Ravensburg (ots) - Flüchtlinge ausbilden und sowohl ihnen wie auch dem Handwerk Perspektiven bieten: Der Vorschlag des Handwerks-Präsidenten klingt gut und überlegt. Denn einerseits kommen viele gut qualifizierte Menschen ins Land, die hier bleiben werden. Wer in Syrien Hemden geschneidert hat oder auf dem Bau tätig war, wird auch in Deutschland Arbeit finden. Ähnlich pragmatisch sollte man bei Ärzten vorgehen. In Deutschland fehlen Mediziner, unter den Flüchtlingen finden sich Ärzte.

An dieser Stelle haken die Bedenkenträger ein. Beliebte Totschlag-Fragen lauten: Wie prüfen wir die Qualifikation? Wo sind die Papiere? Wie stellen wir unsere Standards sicher? Fragen, die bei Ärzten sicher mehr Berechtigung haben als bei Schneidern. Aber schon bei Schreinern beginnen die Sachbearbeiter in den Kammern mit ihrer Verhinderungstaktik. Von der Agentur für Arbeit ganz zu schweigen.

Hier ist die Politik gefragt, ganz pragmatisch die Türen für beide Seiten zu öffnen. Am besten direkt, dass Flüchtlinge beispielsweise ein Praktikum beim Schreiner, beim Schneider, beim Friseur absolvieren. Dann wird sich schon zeigen, wer was kann. Vor allem aber wird sich zeigen, dass sehr viele Flüchtlinge gerne arbeiten wollen, sich qualifizieren und in Deutschland integrieren wollen.

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