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Trinkwasser aus der Unterwelt (mit Bild)

Trinkwasser aus der Unterwelt (mit Bild)
Unterirdisches Stauwehr in Gua Bribin auf Java (Foto: Institut für Technologie; Karlsruhe) Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/KSB AG" Weiterer Text über ots und www.presseportal.de

Frankenthal (ots) - Den 22. März hat die UNO zum Tag des Wassers erklärt. An diesem Tag gilt ein besonderes Augenmerk technischen Projekten, die dazu beitragen, die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung zu verbessern. Hierzu gehört eine weltweit einzigartige Wasserförderanlage in Java, die Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie verwirklicht haben. Sie ging in diesem Monat in Betrieb. Bei dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Vorhaben kam auch innovative Technik des Frankenthaler Pumpenbauers KSB zum Einsatz. Das Unternehmen hat Pumpenmodule entwickelt, die ihre Antriebsenergie aus dem Wasser selbst beziehen.

Diese sind heute in einer Anlage in der Region Gunung Kidul installiert, wo oberflächennahe natürliche Wasserspeicher fehlen. Niederschläge sammeln sich jedoch in unterirdischen Höhlen. Bislang war dieses Trinkwasser für die Bewohner der ländlichen Region unzugänglich und floss ungenutzt in den Indischen Ozean ab. In einem Verbundprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung haben deutsche Universitäten und mehrere Industrieunternehmen nun eine Trinkwasserförderanlage in der Höhle Gua Bribin errichtet, 100 Meter unter der Erde.

Das Wasser der Karsthöhle lässt sich nur mithilfe von Pumpen an die Oberfläche befördern. Da die ländliche Gegend über kein Stromnetz verfügt und dieselbetriebene Aggregate wegen der hohen Kosten zu teuer sind, musste eine besondere technische Konstruktion Abhilfe schaffen. Die Lösung bietet das Wasser selbst: Durch Stauen des unterirdischen Flusses lässt sich genug Energie gewinnen, um die Pumpen anzutreiben.

Statt teurer und wartungsintensiver Turbinen übernehmen rückwärtslaufende Pumpen jetzt in der Tiefe die Energieerzeugung. Über eine mechanische Koppelung werden die Pumpen angetrieben, die das Wasser nach oben befördern. Für rund 75.000 Bewohner stehen nun pro Tag und Person mehr als 50 Liter Trinkwasser bereit; ohne die Anlage waren es lediglich 10 Liter.

Das energieautarke System dient als Vorbild für ähnliche Vorhaben in Karstgebieten auf der ganzen Welt. In Indonesien läuft bereits ein Folgeprojekt. Eine weitere Anlage soll bis 2011 in der unterirdischen Höhle Seropan entstehen. Auch dieses Projekt findet im Verbund von Universitäten und Unternehmen statt, unterstützt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

KSB ist ein international führender Hersteller von Pumpen, Armaturen und zugehörigen Systemen für die Industrie- und Gebäudetechnik, die Wasser- und Abwasserwirtschaft sowie die Kraftwerkstechnik und den Bergbau. Der Konzern ist mit eigenen Vertriebsgesellschaften, Fertigungsstätten und Servicebetrieben auf allen Kontinenten vertreten. Mit mehr als 14.000 Mitarbeitern erzielt der Konzern einen Umsatz von rund 1,9 Mrd. EUR.

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