Polizei Düren

POL-DN: 06100906 Sattelzug kippte um

    Jülich (ots) - Am Montagmorgen ereignete sich auf der L 14 ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem ein 21 Jahre alter Mann aus Linnich schwer verletzt wurde und mit einem Rettungshubschrauber in eine Aachener Klinik transportiert werden musste.

    Ein 30-Jähriger aus Selfkant befuhr gegen 06.45 Uhr mit einer Zugmaschine, an der ein Sattelauflieger angekoppelt war, über die Landesstraße 14 von Koslar in Fahrtrichtung Merzenhausen. In Höhe einer Rechtskurve geriet der Sattelzug nach Angaben des Fahrers aus bisher ungeklärter Ursache plötzlich ins Schlingern. Dadurch verlor er die Kontrolle über das Fahrzeug und der Lastwagen brach mitsamt dem Anhänger nach links aus. Der 30-Jährige, der zu diesem Zeitpunkt einen Pkw auf der Gegenfahrbahn entgegen gefahren kommen sah, versuchte noch, eine Kollision mit diesem Wagen zu vermeiden. Da sich der gesamte Sattelzug aber bereits in starker Linksneigung befand, rutschte er über die Gegenfahrbahn hinweg, kippte dabei vollständig auf die linke Seite und kam in einem angrenzenden Stoppelfeld zum Stillstand.

    Der 21-jährige Autofahrer konnte dem ihm entgegen rutschenden Lkw ebenfalls nicht mehr ausweichen. Die Fahrzeugfront seines Pkw rutschte nach den Feststellungen an der Unfallstelle unter dem Tank des Sattelaufliegers hindurch, wurde aber bei dem anschließenden Aufprall herum geschleudert, so dass es quer zur Fahrbahn stehen blieb. Der Fahrer wurde dabei in dem Wrack eingeklemmt und musste von Rettungskräften aus dem Fahrzeug befreit werden.

    Der Mann aus Selfkant erlitt einen Schock und musste ambulant ärztlich versorgt werden. Aus seinem Sattelauflieger wurde bei dem Unfall eine größere Menge Kalkdünger freigesetzt, der sich mit Rapsöl aus dem Fahrzeugtank vermischte und in das Erdreich versickerte. Zur Begutachtung des Schadensausmaßes wurde das Ordnungsamt der Stadt Jülich, das zuständige Umweltamt und die Untere Wasserbehörde informiert, die das Abtragen des Erdreiches veranlassten.

    Beide Fahrzeuge mussten von der Unfallstelle abgeschleppt werden. Für den Sattelzug war hierzu ein Spezialkran erforderlich. Der bei dem Unfall entstandene Sachschaden wird auf mehr als 60.000 Euro geschätzt.

    Für die Bergungsarbeiten, für die Dauer der Unfallaufnahme und für das Abtragen des Erdreiches musste die L 14 bis zum Nachmittag voll gesperrt werden.


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