Polizei Düren

POL-DN: 0411113 Bei Verkehrskontrolle Widerstand geleistet

    Düren (ots) - Jülich - Ein 44 Jahre alter Mann versuchte am Donnerstagmorgen sich einer Verkehrskontrolle zu entziehen. Da er sich gegen die Maßnahme wehrte und den Anordnungen der Polizeibeamten keine Folge leistete, musste der Autofahrer gewaltsam festgehalten und zur Polizeidienststelle verbracht werden. Gegen ihn wurde eine Strafanzeige erstattet.

    Mehrere Beamte der Polizeiinspektion Jülich führten gegen 08.15 Uhr auf der Münchener Straße eine Verkehrskontrolle durch. Dabei wurde auch ein Mann aus Jülich mit seinem Pkw angehalten, weil der Verdacht bestand, dass er während der Fahrt mit einem Handy telefoniert hatte. Am Anhalteort wurde der Betroffene zunächst aufgefordert, seinen Führerschein und den Fahrzeugschein vorzuzeigen. Darauf entgegnete er, dass er diese Dokumente nicht dabei habe. Den Beamten händigte er jedoch einen Personalausweis aus. Gleichzeitig entfernte er sich im Laufschritt von der Kontrollstelle. Die ihn nun verfolgenden Beamten forderten ihn mehrfach auf, stehen zu bleiben. Da er darauf nicht reagierte, wurde er ergriffen. Dabei setzte sich der Verkehrsteilnehmer so stark zur Wehr, dass ein Beamter am Knie verletzt wurde. Einem zweiten Polizeibeamten wurde die Uhr vom Handgelenk geschlagen. Anschließend gab er seinen Widerstand auf und die Kontrolle konnte an seinem Fahrzeug fortgesetzt werden. Die Beamten fanden im Auto des Mannes einen Schreckschussrevolver mit Munition und ein Reizgassprühgerät. Eine waffenrechtliche Erlaubnis konnte er nicht nachweisen. Ein Mobiltelefon wurde nicht aufgefunden. Beim Auffinden der Gegenstände wollte der sich der 44-Jährige erneut vom Fahrzeug entfernen. Als er festgehalten wurde, leistete er wieder erheblichen Widerstand und versuchte, sich loszureißen. Zur Fesselung seiner Hände musste er zu Boden gebracht werden. Dabei erlitt er eine sichtbare Kopfverletzung. Ein weiterer Beamter wurde am Knie verletzt, so dass er sich in ärztliche Behandlung begeben musste.

    Nach Abschluss der erforderlichen Überprüfungen wurde der Beschuldigte aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Gegen ihn wird nun wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Verstößen gegen das Waffengesetz ermittelt.

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