Polizei Düren

POL-DN: Unverantwortliche Raser

Nideggen/Heimbach/Hürtgenwald (ots) - Das überwiegend gute Wetter hatte am vergangenen Wochenende wieder viele motorisierte Ausflügler in die Eifel gelockt. Nicht alle hatten sich vorgenommen, sich an die Verkehrsvorschriften zu halten. Daher musste die Polizei gegen 25 Verkehrsteilnehmer Bußgeldverfahren einleiten und bei acht belgischen und niederländischen Motorradfahrern Sicherheitsleistungen erheben.

Insbesondere die Landesstraße 249 zwischen Heimbach und Mariawald lockte wieder mal einige Kradfahrer zum Schnellfahren und zum Überholen trotz bestehender Überholverbote an. Bei einem 22 Jahre alten Biker aus dem Kreis Euskirchen war es allerdings die B 265, die er als Rennbahn missbrauchte. Dabei unterlief ihm das Missgeschick, dass er sogar das zivile Videomotorrad der Dürener Polizei überholte und mit 180 km/h statt der erlaubten 100 Stundenkilometer unterwegs war. In einer 70er Zone betrug seine Geschwindigkeit noch satte 140 km/h. Er konnte schließlich erst kurz vor Zülpich gestoppt werden. Bei seiner Kontrolle zeigte er sich sprachlos, denn mit dem Polizeimotorrad hatte er nicht gerechnet. Für ihn wird der zweifelhafte Fahrspaß jetzt teuer. Das gegen ihn zu verhängende Bußgeld dürfte bei 1000 Euro liegen. Außerdem muss er mit zwei Monaten Fahrverbot rechnen.

Auf der kurvenreichen L 11 zwischen den Ortslagen Bergstein und Zerkall fiel dem Fahrer des zivilen Polizeimotorrads am Sonntagmittag ein 33-jähriger Autofahrer aus Düren mit seinem amerikanischen Sportwagen durch ein waghalsiger Überholmanöver auf. Außerdem beschleunigte er seinen Wagen in einem 70 km/h-Bereich auf ein Tempo von 130 Stundenkilometern. Bei der Kontrolle des Fahrzeugs stellte der Beamte zu seinem Erstaunen fest, dass auf dem Beifahrersitz die hochschwangere Lebensgefährtin des Düreners saß. Ihr hatte der Mann nach eigener Aussage die "sportliche Fahrt" angekündigt und sie angewiesen, sich zu melden, wenn ihr schlecht würde. Auch in diesem Fall wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet, dass voraussichtlich mit "Punkten in Flensburg" und einem Fahrverbot enden wird.

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