Polizei Düren

POL-DN: Gerade noch mal gut gegangen

Düren (ots) - Unter falschem Vorwand hatte sich ein höchst verdächtiges Trio am Dienstagnachmittag Zutritt in die Wohnung einer Dürener Seniorin verschafft. Ein Diebstahl wurde sehr wahrscheinlich nur durch das zufällige Nachhausekommen einer Mitbewohnerin vereitelt.

Gegen 15.45 Uhr hatte es an einer Etagenwohnung in der Straße "Am Ellernbusch" geklingelt. Der 83-jährigen Wohnungsinhaberin stellte sich ein Unbekannter dreist als "Mitarbeiter der Stadt Düren" vor und marschierte schnurstracks in die Küche. Dort hantierte er unterhalb der Spüle und gab eine Kontrolle vor. Kurz darauf betrat jedoch auch die Tochter der Seniorin die Wohnung und überraschte einen zweiten Unbekannten, der aus dem Schlafzimmer kam und die Wohnung verließ. Auch der Küchenkontrolleur verließ daraufhin eiligen Schrittes die Wohnung, vor der dann noch ein dritter Unbekannter angetroffen wurde, der Messer und Scheren zum Kauf anbot.

Offensichtlich waren die Männer durch die überraschende Heimkehr der Tochter bei ihrem Vorhaben gestört worden, so dass nichts gestohlen wurde. Alle drei Männer werden als fettleibige Mittdreißiger mit schwarzen kurzen Haaren beschrieben.

Sachdienliche Hinweise auf die Tatverdächtigen werden an die Einsatzleitstelle der Polizei in Düren unter Telefon 0 24 21/949-2425 erbeten.

Das Vortäuschen einer amtlich erscheinenden Eigenschaft an der Haustür ist ein altbekannter Trick, mit dem Täter insbesondere bei lebensälteren Geschädigten den Einlass in die Wohnräume erreichen wollen. Einmal in den Zimmern aufhältig, wird jede nur denkbare Möglichkeit der Ablenkung eingesetzt, um häufig einem Mittäter die Suche nach Wertsachen zu ermöglichen. Oft bemerken die Geschädigten den Diebstahl erst, wenn die Personen sich bereits wieder entfernt haben.

Die Polizei rät:

• Fordern Sie von Amtspersonen oder Beauftragten einer Firma einen Ausweis und nehmen Sie sich vor dem Einlass Zeit für eine sorgfältige Prüfung des Dokuments.

• Im Zweifel rufen Sie bei der entsendenden Institution an; suchen Sie die Telefonnummer aber selbst heraus.

• Lassen Sie nur die Handwerker ein, die Sie selbst bestellt haben, oder die von der Hausverwaltung angekündigt wurden.

• Sollten Sie sich unsicher fühlen, ziehen Sie Nachbarn hinzu.

• Gegen zudringliche Besucher notfalls auch energisch wehren (laute Ansprache, Hilferuf).

Hinweise der Polizei über das richtige Verhalten bei Gefahren an der Haustür erhalten Ratsuchende gerne auch beim Kriminalkommissariat Vorbeugung unter der Telefonnummer 02421/949-8600.

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