Polizei Düren

POL-DN: "Geplanter Sprung" endete auf der Polizeiwache

Düren (ots) - Am Donnerstagabend musste die Polizei gegen mehrere junge Leute strafrechtlich ermitteln, nachdem es auf einem Parkplatz zu einem Unfall gekommen war.

Gegen 21.00 Uhr wurde die Polizei zur Unfallaufnahme auf den Parkplatz eines Verbrauchermarktes am Heerweg gerufen. Angetroffen wurden ein 21 Jahre alter Kölner, sein 15-jähriger Begleiter aus Düren und die 53 Jahre alte Geschädigte aus Düren. Angeblich, so die Mitteilung gegenüber der Polizei, war der 21-Jährige beim Ausparken gegen den daneben geparkten Wagen der Dürenerin gestoßen und hatte so Sachschaden in geschätzter Höhe von etwa 4.500 Euro verursacht. Dies bestätigte der 15-Jährige.

Da der 21-Jährige jedoch leicht unter Alkoholeinwirkung stand, ein Alcotest ergab 0,4 Promille AAK, war bei ihm eine Blutentnahme fällig. Auf dem Weg zur Wache rückte der Kölner dann mit einer anderen Schilderung heraus. Zwar habe er den Wagen nach dem Zusammenprall noch beiseite gefahren, aber den Unfall habe ein Unbekannter verursacht.

Nach und nach puzzelten die Polizisten dann das vermutlich wahre Geschehen zusammen. Offenbar hatte der 21-Jährige am Abend in der Wohnung einer Freundin Bier getrunken und war dann zu Fuß zur nahe gelegenen Birkesdorfer Skaterbahn gegangen. Dort kam er ins Gespräch mit einigen Jugendlichen und man kam auf die Idee, einen stuntreifen Sprung mit Fahrrädern über ein Auto zu wagen. Der Kölner stellte daraufhin seinen Fahrzeugschlüssel zur Verfügung, den ein ihm angeblich nicht bekannter Jugendlicher an sich nahm und damit den Pkw des 21-Jährigen vom Abstellort holte. Ohne nach Alter und Führerschein überhaupt zu fragen, nahm der Kölner dann mit weiteren Jugendlichen in seinem Auto Platz und ließ sich von einem 16-Jährigen zum Verbrauchermarkt chauffieren, wo man Bier kaufte. Bei der Abfahrt passierte es dann. Der führerscheinlose 16-Jährige verpatzte die Anfahrt und rammte den daneben stehenden Wagen. Als er dann abhauen wollte, kalkulierte man die Chancen. Letztlich waren nur der 21-Jährige, der 15-Jährige und die Lügengeschichte geblieben.

Das hatte Folgen. Der 16-Jährige wurde ermittelt. Gegen ihn ist nun genauso ein Strafverfahren gerichtet, wie gegen den 21-Jährigen. Auch der 15-Jährige wurde angezeigt, denn seine unwahren Angaben sollten der Strafvereitelung dienen.

Die Ermittlungen dauern an.

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