Polizei Düren

POL-DN: Glasverbotszone führte zu hohem Sicherheitsstandard

Kreis Düren (ots) - Trotz eines erhöhten Einsatzaufkommens zieht die Polizei eine positive Bilanz des Karnevalsauftakts am Donnerstag. Es kam zu keinen schwerwiegenden Delikten oder Verletzungen. Kreisweit mussten etwa 100 Personen durch die Hilfsorganisationen medizinisch versorgt werden.

Die Einsatzleitstelle der Polizei registrierte am Weiberfastnachtstag insgesamt 68 karnevalsbedingte Einsätze. Darunter waren 15 Körperverletzungsdelikte oder Streitigkeiten zu bearbeiten, elf Randalierer und neun hilflose Personen mussten versorgt werden und neun Strafanzeigen wegen Sachbeschädigungen waren aufzunehmen. Dies sind etwa 30 Einsätze weniger als noch im Vorjahr. Die Polizei führt diese günstige Entwicklung auf ein geändertes Konzept und die Optimierung in der Zusammenarbeit mit anderen Behörden und Institutionen zurück. "Mit dem neuen Konzept ist den verantwortlichen Behörden ein entscheidender Schritt gelungen", freut sich Polizeidirektor Werner Eismar, der sich selbst vor Ort davon überzeugt hatte.

Etwa 4.500 überwiegend junge Menschen feierten seit dem Donnerstagvormittag im Bereich des Kaiserplatzes in Düren den Start in den diesjährigen Straßenkarneval. Hier kam insbesondere das Konzept mit dem Motto "Feiern ohne Scherben" oder auch "Spaß ohne Glas" zum Tragen, das die für die Sicherheit verantwortlichen Behörden entwickelt und erstmals eingesetzt hatten. Die vor Ort tätigen Polizeibeamten mussten elf Strafanzeigen fertigen, 27 Personen in Polizeigewahrsam verbringen sowie 17 Störern gegenüber einen Platzverweis erteilen. Besonders erwähnenswert sind zwei Körperverletzungsdelikte, die sich gegen 14.50 Uhr und 15.45 Uhr in der Innenstadt ereigneten. Im ersten Fall wurde ein 20 Jahre alter Mann aus Niederzier von einem 19-jährigen Dürener mit einem Messer im Gesicht verletzt, so dass der Geschädigte in einem Krankenhaus behandelt werden musste. Bei der zweiten körperlichen Auseinandersetzung prügelten sich vier 19 bis 22 Jahre alte Tatverdächtige aus Düren, Nörvenich und Merzenich mit einem 19-jährigen Kerpener. Neben der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens mussten sich die Beteiligten aus der Innenstadt entfernen.

In Jülich begaben sich etwa 2.500 Menschen in den karnevalistischen Trubel. Davon hielten sich etwa 1.200 Karnevalsjecken im Festzelt in der Innenstadt auf, wo es vornehmlich friedlich zuging. Die eingesetzten Polizisten hatten fünf kleinere Körperverletzungsdelikte und vier Strafanzeigen nach Diebstählen aufnehmen. Zehn Personen, die durch ihr aggressives Verhalten das Feiern störten, mussten den Tag vorübergehend in der Polizeizelle verbringen.

Auch in Merzenich musste die Polizei am Donnerstag tätig werden. Auf dem Vorplatz des Festzeltes in der Bahnstraße sorgte gegen 15.25 Uhr insbesondere ein 16-Jähriger aus Düren für Aufregung. Er war zusammen mit einer noch unbekannten Person an einer größeren Schlägerei beteiligt, bei der er mehreren jungen Männer mit einer Flasche auf den Kopf schlug. Die Geschädigten erlitten dadurch Platzwunden, die durch den herbei gerufenen Rettungsdienst behandelt werden mussten. Den flüchtigen Jugendlichen konnten die Beamten wenig später am Ortsrand von Düren ergreifen. Bei ihm wurde bei einem Alcotest ein AAK-Wert von 1,24 Promille festgestellt, worauf er zur Entnahme einer Blutprobe zur Polizeidienststelle verbracht werden musste.

Kurz nach Mitternacht musste eine Streifenwagenbesatzung erneut nach Merzenich ausrücken. Hier war es zunächst in der Bergstraße zu einer Auseinandersetzung zwischen einem 23-Jährigen aus dem Gemeindegebiet und einer Personengruppe gekommen. Als der Geschädigte dann wenig später die Wohnanschrift seiner Kontrahenten in der Bachstraße feststellen wollte, wurde er von vier bis fünf Tatverdächtigen angegriffen, wovon vermutlich einer bei ihm mit einem Baseballschläger eine stark blutende Kopfplatzwunde verursachte. Der stark alkoholisierte Verletzte musste danach mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

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