Polizeidirektion Göttingen

POL-GOE: (61/2014) Taschendiebe in der Göttinger Innenstadt unterwegs - Polizei Göttingen rät zu besonderer Vorsicht, Tipps im Anhang

Achim Loose

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Göttingen (ots) - Göttingen, Innenstadt Mittwoch, 29. Januar 2014, zwischen 12.00 und 18.00 Uhr

GÖTTINGEN (jk) - Die Innenstadt von Göttingen war am Mittwoch (29.01.14) das Ziel unbekannter Geldbörsendiebe. Im Laufe des Tages gingen bei der Polizei Göttingen mehrere Anzeigen ein. Nach derzeitigen Erkenntnissen waren die Täter sowohl in verschiedenen Geschäften als auch in der Fußgängerzone "aktiv". Hier fingerten sie ihre spätere Beute unbemerkt aus den Umhänge- und auch Jackentaschen ihrer Opfer. Betroffen waren in allen Fällen Frauen. Die genaue Schadenshöhe ist noch unbekannt. Von den Dieben fehlt bislang jede Spur. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei Göttingen unter Telefon 0551/491-2117 entgegen.

Angesichts der aktuellen Taten rät die Polizei Göttingen zu besonderer Vorsicht beim Umgang mit Portmonees und anderen Wertgegenständen. Kriminalhauptkommissar Achim Loose vom Präventionsteam der Polizei Göttingen (Foto) kennt die vielfältigen Tricks der Diebe genau. "Trickdiebe suchen bewusst die körperliche Nähe und versuchen, ihre Opfer abzulenken. Sie drängeln, rempeln oder beschmutzen die Kleidung der zuvor sorgfältig ausgewählten Opfer, um dann in einem unbeobachteten Moment zuzugreifen. Manchmal geben sich die Täter auch als ortsunkundige Touristen und benutzen einen Stadtplan zur Ablenkung oder versuchen es mit der bekannten Geldwechselmasche", sagt der Beauftragte für Kriminalprävention der Polizeiinspektion Göttingen und fügt hinzu: "Meistens arbeiten die Diebe professionell und arbeitsteilig, um an Geldbörsen oder Handys zu gelangen. Im Focus der Langfinger sind im Moment vor allem teure Smartphones oder Tablets. Häufig treten die Täter im Team auf - einer lenkt ab, der andere nutzt die Unaufmerksamkeit der Opfer aus und gibt die Beute an einen Dritten weiter. Der Diebstahl wird oft erst viel später entdeckt, wenn die Trickdiebe schon wieder über alle Berge sind". Wie kann ich mich schützen? - Nur so viel Bargeld mitnehmen, wie unbedingt notwendig! - Unnötige Wertgegenstände wie Fotos oder Tablets lieber zuhause lassen! - Geld, Papiere und Schlüssel in innenliegenden Taschen verteilen und möglichst nah am Körper aufbewahren! (siehe hierzu auch Flyer im Anhang) - Taschen und Rucksäcke nie unbeaufsichtigt lassen und stets verschlossen halten! - Bei Ablenkungsmanövern besonderes Augenmerk auf die Wertsachen richten! - Bei verdächtigen Wahrnehmungen sofort über Notruf 110 die Polizei verständigen, damit umgehend die notwendigen Maßnahmen eingeleitet werden. Beamten auf den Weihnachtsmärkten unterwegs sein, um den Trickdieben das Leben so schwer wie möglich zu machen. Dennoch sind wir immer wieder auf die Mithilfe von aufmerksamen Bürgern angewiesen. Dass dies gut funktioniert, zeigt die Tatsache, dass couragiertes Verhalten von Passanten auch in der Vergangenheit erfreulicherweise immer wieder zur Festnahme von Taschendieben geführt hat. Was tun, wenn der Diebstahl schon passiert ist? - Bei Feststellung des Diebstahls sofort andere Personen auf den Dieb aufmerksam machen und die Polizei anrufen! - Schnellstmöglich Anzeige bei der Polizei erstatten! Die Polizei kann nur handeln, wenn die Taten bekannt werden. - Gestohlene Scheck- und Kreditkarten sowie Handys sofort bei der bundesweiten Sperrnotrufnummer "116 116" sperren lassen! - Den Verlust von Personaldokumenten sofort bei der zuständigen Gemeinde oder Stadtverwaltung melden. Wichtige Information finden Interessierte auch im Faltblatt "Schlauer gegen Klauer", das auf jeder Polizeidienstelle kostenlos bereitliegt oder im Internet unter www.polizei-beratung.de heruntergeladen werden kann. Der Flyer enthält einige Hinweise, wie Taschendiebe vorgehen und in welchen Situationen eine erhöhte Gefahr von Taschendiebstahl besteht. Darüber hinaus sind die wichtigsten Tipps zur Vorbeugung, zusätzlich illustriert durch nonverbale Piktogramme, dargestellt. Verhaltensempfehlungen für den Ernstfall sind ebenfalls aufgeführt. Auf einer Infokarte im Scheckkartenformat, die sich aus dem Faltblatt heraustrennen lässt, sind die wichtigsten Telefonnummern für die Sperrung von Scheck- und Kreditkarten aufgeführt.

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