Bundeskriminalamt

BKA: BKA-Wissenschaftler für kriminaltechnische Forschungsarbeit ausgezeichnet
Experten des Bundeskriminalamtes machen schwarz gefärbte Baumwollfasern als Beweismittel nutzbar

    Wiesbaden (ots) - Ein Mord geschieht - irgendwo in Deutschland. Dringend tatverdächtig: der letzte Gast des toten Taxifahrers. Am Tatort findet die Spurensicherung aber kaum etwas, was den mutmaßlichen Täter überführen könnte - bis auf ein paar kleine schwarze Textilfasern, die möglicherweise von der Kleidung des Verdächtigen stammen...

  Ein konstruierter Fall, der früher nur schwer aufzuklären gewesen wäre; denn bislang herrschte die Meinung vor, dass schwarz gefärbte Baumwollfasern nur geringen Beweiswert für die Aufklärung von Straftaten hätten. Kriminaltechniker des Bundeskriminalamtes haben diese Ansicht jedoch im Rahmen ihres Projektes "The evidential value of black cotton fibres" (Der Beweiswert schwarz gefärbter Baumwollfasern) widerlegt und können heute zur Aufklärung entsprechender Fälle beitragen.

  Auf der Jahrestagung der Forensic Science Society werden Dr. Thomas Biermann, der kürzlich verstorbene Michael Grieve und Madeleine Davignon heute in Glasgow für diese Forschungsarbeit ausgezeichnet: Die BKA-Experten erhalten den "PW Allen Award" für die beste internationale Publikation 2001 im Fachjournal Science & Justice.

  Die jetzige Auszeichnung ist bereits die zweite Verleihung des Awards an Wissenschaftler des Kriminaltechnischen Instituts des Bundeskriminalamtes innerhalb von nur fünf Jahren. Schon im Jahr 1998 hatten Dr. Thomas Biermann und Michael Grieve den "PW Allen Award" erhalten.

  Der Titel ihrer damaligen Arbeit lautete "The population of coloured textile fibres on outdoor surfaces", ebenfalls eine Untersuchung zum Beweiswert textiler Faserspuren. Die wiederholte Auszeichnung bestätigt die Stellung dieses BKA-Fachbereiches innerhalb der weltweit führenden Laboratorien für forensische Textiluntersuchungen.

ots-Originaltext: Bundeskriminalamt

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