Polizeiinspektion Cuxhaven

POL-CUX: Auch heute verlor ein Mensch bei einem Verkehrsunfall im Landkreis Cuxhaven sein Leben + Polizei ist besorgt über Dynamik der schrecklichen Ereignisse

Foto: Polizei; Unfallstelle in Hechthausen (L 116)

    Cuxhaven / Wesermarsch (ots) - Auch heute verlor ein Mensch bei einem Verkehrsunfall im Landkreis Cuxhaven sein Leben Polizei ist besorgt über Dynamik der schrecklichen Ereignisse Hechthausen. Donnerstagmorgen gegen 8:40 Uhr verunfallte ein 64-jähriger Autofahrer auf der Lamstedter Straße. Der Pkw kam von der Fahrbahn ab und stieß frontal gegen einen Straßenbaum. Der Fahrer, alleiniger Insasse des Pkw, erlitt tödliche Verletzungen. Nach bisherigem Ermittlungsstand war der Wingster aus Richtung Lamstedt kommend, in Richtung Hechthausen unterwegs. Etwa mittig der Strecke kam der Pkw aus noch unklarer Ursache in einer leichten Rechtskurve nach links von der regenfeuchten Fahrbahn ab. Der vorherigen Fahrtrichtung nahezu folgend geriet der Pkw in den linken Seitenraum und stieß dort gegen einen Straßenbaum. Der Fahrer erlitt tödliche Verletzungen. Im Motorraum entwickelte sich ein stark qualmender Schwelbrand, den Ersthelfer und Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Hechthausen ablöschten. Eine Ausbreitung des Qualmes in den Innenraum konnte so verhindert werden. Der entstandene Schaden beträgt etwa 25.000 Euro. Eine der Witterung und den Straßenverhältnissen nicht angemessene Geschwindigkeit scheint unfallursächlich zu sein. Die Ermittlungen dauern an.

    Das aktuelle Unfallgeschehen löst hohe Betroffenheit bei der Polizei aus. Der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Cuxhaven / Wesermarsch, Polizeioberrat Holger Kliem, verschaffte sich erst am gestrigen Mittwoch einen persönlichen Überblick unmittelbar am Unglücksort eines tödlichen Verkehrsunfalles auf der Autobahn (A) 27 bei Hagen. Dieser Unfall forderte im Jahr 2009 bereits das zehnte Todesopfer und damit doppelt so viele tödlich Verletzte wie im Vorjahreszeitraum. Bei dem 64-Jährigen, der nur einen Tag später an den Folgen eines Verkehrsunfalles verstarb, handelt es sich bereits um das elfte Todesopfer in diesem Jahr. Die Unfallentwicklung macht betroffen und ist nicht zuletzt wegen der hohen Dynamik der vergangenen Wochen und Tage besorgniserregend. Kliem erklärte die immense Bedeutung der Verkehrssicherheitsarbeit bereits vorletzte Woche im Rahmen der Präsentation zur Verkehrsunfallstatistik 2008. "Wir sind alle gefordert", appellierte Kliem an alle Institutionen, Behörden, Vereine und Einrichtungen. Die Polizei hatte festgestellt, dass Repression allein das Unfallgeschehen nicht reduziert hat. Deshalb kündigte Kliem ein weitreichendes Maßnahmenpaket an, das auch Prävention und eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit einbezieht. "Wir müssen die Bürgerinnen und Bürger erreichen und sie auf die Gefahren im täglichen Straßenverkehr hinweisen", betonte der Oberrat. Er wies darauf hin, dass die vorhandenen Netzwerke im Präventionsbereich erweitert und intensiver gelebt werden müssen. 2008 starben insgesamt 33 Menschen auf unseren Straßen. In 30 Prozent der Fälle, in denen ein Unfall tödlich endete, war eine nicht angepasste Geschwindigkeit mit ursächlich. Jeder zweite tödliche Unfall endete wie bei den Unfällen am Mittwoch und am Donnerstag an einem Straßenbaum. Die besondere Tragik dieser Woche wird dadurch deutlich, dass an drei aufeinanderfolgenden Tagen vier Menschen bei einem Verkehrsunfall im Landkreis Cuxhaven gestorben sind. Am Dienstag kam es an einem unbeschrankten Bahnübergang in Nordholz zu einem Zusammenstoß zwischen einem VW Bus und einer Regionalbahn. Ein Ehepaar erlitt dabei tödliche Verletzungen.

    Elf Menschen starben seit Jahresbeginn im Bereich der Polizeiinspektion Cuxhaven / Wesermarsch bei neun Unfällen. Drei dieser für drei Verkehrsteilnehmer tödlich endenden Unfälle ereigneten sich im Landkreis Wesermarsch, sechs weitere, bei denen insgesamt acht Menschen ums Leben kamen, ereigneten sich im Landkreis Cuxhaven.

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