Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1235) Alkoholmissbrauch auf Kinderparty

    Nürnberg (ots) - Besonders in der warmen Jahreszeit treffen sich immer mehr Jugendliche auf Partys und feiern - meist ist dabei auch viel Alkohol im Spiel. Nicht nur sog. "Alcopops", also Alkoholmixgetränke werden dabei konsumiert, sondern auch immer mehr Hochprozentiges. Hier sind Eltern und andere Erziehungsberechtigte gefordert, über die Gefahren aufzuklären, notfalls auch klare Grenzen zu ziehen und letztlich Vorbild zu sein.

    Allzu oft ist jedoch das Gegenteil der Fall, wie der Ausgang einer Kinderparty vom 06.09.2006 im Nürnberger Süden zeigt. Dort feierten zahlreiche Kinder und Jugendliche ohne Beaufsichtigung der Eltern eine Party. Gegen 21:00 Uhr wurde der Rettungsdienst vom "Veranstalter", einem 13-Jährigen, gerufen, weil drei seiner Gäste  - ebenfalls 13 Jahre alt -  so viel Alkohol getrunken hatten, dass sie teilweise nicht mehr ansprechbar waren. Eine hinzugerufene Polizeistreife verständigte die Eltern aller Teilnehmer, die ihre Sprösslinge nach und nach abholten. Die Erziehungsberechtigten zeigten sich sehr erstaunt, teilweise auch verärgert über das Verhalten ihrer Kinder. In einigen Fällen wussten sie überhaupt nichts von der Party. Die drei volltrunkenen Kinder mussten in die Klinik eingeliefert und ärztlich behandelt werden. Deren Eltern wurden ebenfalls verständigt.

    Nach Angaben des 13-jährigen brachten seine Freunde den Alkohol selbst mit. Dabei handelte es sich um Wodka und Bier. Über die Herkunft machten sie keine Angaben.

    Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass nach den gesetzlichen  Bestimmungen branntweinhaltige Getränke an Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren nicht abgegeben und deren Konsum nicht gestattet werden darf. An Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren darf jeglicher Alkohol weder abgegeben noch darf ihnen der Konsum in der Öffentlichkeit gestattet werden.

    Unter Alkoholeinfluss nehmen auch Aggressionen, Sachbeschädigungen oder Körperverletzungen zu. Daran beteiligt sind auch immer mehr junge Leute. Weiterhin besteht das hohe Risiko, durch die alkoholisierte Teilnahme am Straßenverkehr sich und andere in hohem Maße zu gefährden und zu schädigen.

    Bert Rauenbusch


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