Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1674) Falscher Pfarramtsmitarbeiter ermittelt und festgenommen

    Nürnberg (ots) - Ein falscher Pfarramtsmitarbeiter, der, wie berichtet (OTS-Nr. 790 vom 30.05.2005), einer 83-jährigen Rentnerin am 30.05.2005 mehrere Hundert Euro Bargeld entwendete, wurde jetzt von der Kriminalpolizei Nürnberg ermittelt. Der Mann sitzt wegen gleicher Delikte in Norddeutschland in Untersuchungshaft.

    Am 30.05.2005, gegen 08.30 Uhr, klingelte ein damals unbekannter Mann an der Wohnungstür einer Rentnerin in Nürnberg. Er gab vor, Mitarbeiter eines Pfarramts zu sein und ihr einen Blumenstrauß aushändigen zu wollen, da die alte Dame vor kurzem Geburtstag hatte. Wenig später bat er die Frau, ihm 100 Euro zu wechseln. Plötzlich fiel dem Mann ein, dass er den versprochenen Blumenstrauß im Fahrzeug vergessen hätte und er deswegen noch einmal die Wohnung verlassen müsse. Auf dem Weg zum Ausgang dirigierte er die Frau unter einem Vorwand in den Abstellraum und versperrte diesen völlig überraschend. Anschließend durchsuchte er die Wohnung und entwendete Bargeld in Höhe von knapp 900 Euro. Danach flüchtete er. Die Rentnerin konnte durch Hilferufe auf sich aufmerksam machen und wurde von einer Nachbarin befreit.

    Ein 41-jähriger Hamburger wurde nun als dringend tatverdächtig in Nordrhein-Westfalen festgenommen. Dort war der Mann als falscher Pfarrer unterwegs und versuchte, einer Frau Geld zu entwenden. Durch Stimmenvergleiche wurde er überführt und ist mittlerweile geständig. Wie sich bei den weiteren Ermittlungen herausstellte, reiste der Tatverdächtige im gesamten Bundesgebiet umher und ergaunerte in ca. 50 Fällen mit der gleichen Masche Bargeld. Opfer waren in den meisten Fällen ältere Mitbürger. Der 41-Jährige wird wegen Raubes angezeigt.

    · Die Nürnberger Kriminalpolizei warnt in diesem Zusammenhang dringend davor, Fremde in die Wohnung zu lassen. · Vergewissern Sie sich, ob der Besucher tatsächlich im Auftrag der von ihm genannten Stelle kommt. · Rufen Sie dort an und suchen Sie sich die Telefonnummer dazu selbst heraus. · Wenden Sie sich im Zweifel an die nächste Polizeidienststelle oder verständigen Sie den Polizeinotruf 110.


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