Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (335) Vor Festnahme in Bauch gestochen

    Nürnberg/Erlangen (ots) - Am 07.03.2003, gegen 08.15 Uhr, wollten Beamte der Polizeidirektion Erlangen einen Vollstreckungshaftbefehl gegen einen 18-Jährigen aus dem östlichen Landkreis Erlangen-Höchstadt vollziehen. Der junge Mann war vom Amtsgericht Forchheim wegen versuchter gemeinschaftlicher Körperverletzung zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren verurteilt worden, hatte aber die Strafe nicht angetreten.

    Beim Betreten des Einfamilienhauses erklärte die Schwester des Gesuchten den Beamten gegenüber, dass ihr Bruder nicht anwesend sei. Die Beamten hörten jedoch Geräusche aus einem Zimmer - offensichtlich wurden dort Möbel verschoben. Tatsächlich war es so, dass sich der 18-Jährige in seinem Zimmer verbarrikadierte. Die eingesetzten Polizeibeamten hörten wenig später Schmerzensrufe aus dem Zimmer. Nachdem es ihnen gelungen war, die versperrte Türe einzutreten und sie den Raum betreten hatten, stellten sie fest, dass der 18-Jährige am Boden lag und ein etwa 37 cm langes Küchenmesser in seiner Hand hielt. Unter Einsatz von Pfefferspray entwaffneten sie den Gesuchten. Ihm wurde die Festnahme erklärt. Als er abgeführt werden sollte, bemerkten die Beamten, dass er aus dem Bauch blutete. Es wurde sofort ein Notarzt gerufen, der einen Bauchstich diagnostizierte. Der schwer Verletzte wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.

    Offensichtlich hatte sich der 18-Jährige, nachdem er sich verbarrikadiert hatte, den Bauchstich in Freitodabsicht selbst beigebracht.


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