Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1469) In Schlangenlinien auf Main-Donau-Kanal unterwegs

Nürnberg (ots) - Beamte der Wasserschutzpolizei Nürnberg veranlassten gestern Nachmittag (18.08.2013) bei einem osteuropäischen Schiffsführer eine Blutentnahme. Grund war die unsichere Fahrweise, die letztlich dazu führte, dass er sein Motorschiff in die Böschung fuhr.

Aufgefallen war das Gütermotorschiff (GMS) bereits gegen 13:50 Uhr an der Schleuse "Kriegenbrunn". Dort fuhr es nach Angaben von Zeugen in Schlangenlinien ein. Als die Schleusung beendet war, setzte der 49-jährige Kapitän die Fahrt fort. Sein rund 90 Meter langes GMS steuerte er dabei erneut in Schlangenlinien in Richtung Fürth. Teilweise soll er die gesamte Kanalbreite dazu "genutzt" haben. Zeugen verständigten die Wasserschutzpolizei Nürnberg (WSP).

Ein Boot der WSP hatte das Schiff wenig später in Sichtweite und gab deutliche Haltezeichen. Diese missachtete der Schiffsführer mehrfach und gab "Gas". Letztlich setzte er das Schiff am Ende der Kaimauer im Fürther Hafen in die Böschung.

Ein durchgeführter Alkoholtest ergab bei dem 49-Jährigen einen Wert von mehr als zwei Promille. Deshalb wurde eine Blutentnahme angeordnet. Zudem ordnete die Staatsanwaltschaft Nürnberg die Bezahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 850,-- Euro an. Diese wurde von dem inzwischen eingetroffenen Reeder des Schiffes bezahlt.

Heute Vormittag (19.08.2013) wird mit Tauchern sowohl die Böschung als auch das Schiff untersucht. Sollte es fahrbereit sein, darf ein geeigneter Schiffsführer das GMS weiter fahren. Der 49-Jährige wird wegen des Verdachts der Gefährdung des Bahn-, Schiffs- und Luftverkehrs angezeigt. Ob Sachschaden entstanden ist, stellt sich nach der Begutachtung durch erwähnte Taucher heraus.

Der allgemeine Schiffsverkehr war durch den Vorfall weder behindert noch gefährdet.

Bert Rauenbusch/gh

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