Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1460) Fazit des Open-Air-Festivals "Summer-Breeze" 2013

Dinkelsbühl (ots) - Das achte Open-Air-Festival "Summer-Breeze" in der Zeit vom 14.08.2013 bis 18.08.2013 in Dinkelsbühl - Sinbronn/Wittelshofen verlief wieder friedlich.

Obwohl mit ca. 37 000 Besuchern ein neuer Besucherrekord erreicht wurde, kam es wie in den Vorjahren zu keinen gravierenden Sicherheitsstörungen. Aggressionen unter den Festivalbesuchern sind fast gänzlich ausgeblieben. Lediglich 5 Körperverletzungsdelikte und 4 Sachbeschädigungen wurden der Polizei gemeldet. In einem Fall kam es allerdings leider auch zu einer versuchten sexuellen Nötigung, wobei ein zufällig vorbeikommender Augenzeuge durch sein beherztes Eingreifen offenbar Schlimmeres verhinderte. Als er der jungen Frau (21) zu Hilfe eilte, ließ der aufdringliche Täter von ihr ab und flüchtete. Die Polizei konnte ihn zwischenzeitlich aufgrund von Hinweisen identifizieren.

Es gab auf dem Veranstaltungsgelände eine rund um die Uhr besetzte Polizeiwache, die mit den unterschiedlichsten Sachbehandlungen konfrontiert war. Hier ein kurzer Auszug:

Betäubungsmittelkriminalität:

Mit 38 festgestellten Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz lag die Anzahl der Delikte etwa auf Vorjahresniveau (39). Es handelte sich hauptsächlich um Kleinmengen verschiedener Rauschmittel, wobei die Polizei bereits am ersten Veranstaltungstag einen belgischen Staatsangehörigen mit 20 Gramm Marihuana antraf. Der Mann kam nach Zahlung einer Sicherheitsleistung von 2000 Euro wieder auf freien Fuß.

Brände:

Die Freiwillige Feuerwehr musste während des gesamten Festivals lediglich zu einigen kleinen Brandeinsätzen ausrücken. Wiederum musste sie am Abschlusstag die von den Festivalteilnehmern angezündeten Abfälle löschen.

Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion:

Unbedarf füllte ein 27-jähriger Mann, Trockeneis in einen Plastikbehälter. Aufgrund der Hitze und der Ausdehnung kam es zu einer Explosion, wodurch ein Zelt zerstört wurde. Die in der Nähe befindlichen Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt. Der Mann wurde wegen Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion zur Anzeige gebracht.

Verstoß nach dem Sprengstoffgesetz und gefährliche Körperverletzung:

Ein zunächst unbekannter junger Mann warf unvermittelt einen Böller in eine vorbeilaufende Personengruppe. Hierdurch erlitten 2 männliche Personen einen Tinitus und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Durch Zeugenangaben konnte der mutmaßliche Täter am nächsten Tag angetroffen und festgenommen werden.

Diebstähle aus Zelten:

Sowohl der Veranstalter als auch die Polizei veranlassten mehrfach Lautsprecherdurchsagen, in denen auf die Gefahr von Diebstählen aus Zelten hingewiesen wurde. Nichtsdestotrotz kam es alleine in der ersten Nacht zu mindestens 39 Diebstähle aus Zelten, die die Täter in mehreren Fällen unbemerkt aufgeschlitzt hatten. Die Gesamtanzahl liegt nach Abschluss des Festivals bei 51 Zeltdiebstählen, mit einem Entwendungsschaden von ca. 6200 Euro. Als Täter dürften zwei osteuropäische Männer in Frage kommen, die bei ihrer Kontrolle eine vierstellige Bargeldsumme mit sich führten und mehrmals in auffälliger Weise zwischen Festivalgelände und Tagesparkplatz pendelten. Nachdem sie des Platzes verwiesen worden waren, kam es zu keinen ähnlichen gelagerten Diebstählen. Es wird nach jetzigen Stand der Ermittlungen davon ausgegangen, dass die beiden Osteuropäer für eine Vielzahl der genannten Diebstähle verantwortlich sind. Genaueren Aufschluss soll die Auswertung von daktyloskopischen Spuren ergeben. Das aufgefundene Geld wurde zur Sicherung des Verfahrens einbehalten.

Verkehrstüchtigkeit der Festivalbesucher:

In Zusammenhang mit dem Festival lobt die Polizei ausdrücklich das verantwortungsbewusste Verhalten der Besucher. So kam es während der gesamten Veranstaltungsdauer, einschließlich An- und Abfahrt, lediglich zu drei Verstößen, bei denen drei ausländische Pkw-Fahrer unter dem Einfluss von Drogen am Straßenverkehr teilnahmen. Die drei Fahrzeuglenker wurden vorübergehend aus dem Verkehr gezogen und mit einer Sicherheitsleistung belegt. Fünf Pkw-Fahrer, bei denen Alkotests Werte von 1,60 Promille bis 2,70 Promille ergaben, wurden zur Blutentnahme verbracht und der Führerschein jeweils sichergestellt.

Fazit:

Der Verkehrseinsatz am Anreisetag war in diesem Jahr für die Polizei eine besondere Herausforderung, weil entlang der üblichen Anreiseroute gleich drei Großbaustellen eingerichtet waren. In Zusammenarbeit mit der Straßenverkehrsbehörde der Stadt Dinkelsbühl, legte die Polizei eine Ausweichstrecke fest, auf der die Polizei mit starken Kräften den Verkehr führte und regelte. Das immer wieder verfeinerte Sicherheits- und Verkehrskonzept der Polizei sowie eine Anreiseempfehlung des Veranstalters auf dessen Internetseite führte dazu, dass die Anreise der Teilnehmer mit ihren geschätzten 13 000 Fahrzeugen für die Dinkelsbühler Bevölkerung erneut ohne größere Beeinträchtigung blieb. Ähnlich störungsfrei verlief die Abfahrt der Festivalbesucher am Sonntag.

Der Schlüssel zum Erfolg für die professionelle Gesamtbewältigung der Veranstaltung, war wieder einmal die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen. In täglichen Lagebesprechungen mit Freiwilliger Feuerwehr, Sanitäts- und Rettungsdienst, Stadt Dinkelsbühl, Landratsamt Ansbach, Veranstalter und Polizei, wurden jeweils die letzten 24 Stunden einsatzmäßig analysiert und bewertet, sowie anstehende Entscheidungen getroffen. Auch der Malteser Hilfsdienst e. V., der wieder den Sanitätsdienst auf dem Veranstaltungsgelände sicherstellte konnte ebenfalls eine positive Bilanz des Einsatzes ziehen. Aus medizinischer Sicht war es eher eine ruhige Veranstaltung. 3001 weitestgehend kleinere Einsätze waren zu bewältigen. Diese beschränkten sich oft auf Abschürfungen, Prellungen, Bienenstiche, Schnittwunden und kleinere Brandverletzungen. 166 Personen musste in die umliegenden Krankenhäuser eingeliefert werden. Die Krankentransporte übernahm jeweils der Rettungsdienst des BRK./Alexandra Oberhuber

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