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POL-MFR: (1951) Säugling lebensgefährlich verletzt

Landkreis Fürth (ots) - Ein nur wenige Tage alter Säugling ist durch kräftiges Schütteln von seinem Vater im Landkreis Fürth lebensgefährlich verletzt worden. Der Haftrichter hat inzwischen gegen den 23-Jährigen Untersuchungshaft angeordnet.

Anfang vergangener Woche war die Kriminalpolizei Fürth von einem verantwortlichen Arzt einer Klinik darüber informiert worden, dass ein erst mehrere Tage alter männlicher Säugling mit lebensbedrohlichen Schädelverletzungen eingeliefert worden war. Nach einer Notoperation hat sich der Zustand des Säuglings zwischenzeitlich etwas stabilisiert.

In der Folgezeit prüfte die Kriminalpolizei das mögliche Vorliegen eines Gewaltdeliktes. Dazu wurde die Rechtsmedizin eingeschaltet. Deren Ergebnis bestätigte schließlich, das die Verletzungen aller Wahrscheinlichkeit nach durch ein sogenanntes "Schütteltrauma" verursacht worden sind. Dies führte schließlich am Freitag, 21.10.2011, zur Festnahme des 23-jährigen Vaters des Kindes. In einer Vernehmung räumte dieser schließlich ein, dass er dem Kind die Verletzungen zugefügt hatte, weil es angeblich quengelte und er es deshalb geschüttelt habe. Als das Kind in der Nacht nochmals gewickelt werden sollte, aber sehr apathisch wirkte, verständigte die Mutter den Notarzt.

Der 23-Jährige wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth am 22.10.2011 dem Haftrichter beim Amtsgericht Fürth vorgeführt. Dieser ordnete Untersuchungshaft wegen des dringenden Tatverdachtes des versuchten Totschlages, der Misshandlung von Schutzbefohlenen sowie der schweren Körperverletzung an.

Peter Schnellinger/nn

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