Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1920) Flüchtiger gefährdet viele Verkehrsteilnehmer

Höchstadt (ots) - Wegen Straßenverkehrsgefährdung, gefährlichen Eingriffes in den Straßenverkehr und unerlaubten Entfernens vom Unfallort muss sich ein 45-jähriger Belgier verantworten. Er entzog sich gestern Abend (17.10.2011) einer Kontrolle und verursachte anschließend mehrere Verkehrsunfälle.

Gegen 17:45 Uhr wurde der Mann mit seinem Fahrzeug auf dem Parkplatz "Göggelsbuch" (Landkreis Roth) auf der BAB 9 in Fahrtrichtung Süden einer Kontrolle unterzogen. Noch während dieser flüchtete er mit seinem Rover über die Autobahn. Die Kollegen verloren den Fahrer aus den Augen. Umgehend wurden Fahndungsmaßnahmen unter Hinzuziehung eines Polizeihubschraubers und mehrerer Zivil- und Streifenwagen eingeleitet.

Etwa zwei Stunden nach der Flucht stellte eine Zivilstreife der Verkehrspolizeiinspektion Erlangen den Flüchtigen mit seinem Fahrzeug auf der BAB 3 auf Höhe der Anschlussstelle Erlangen-West fest. Der 45-Jährige wurde mit Anhaltesignalen aufgefordert anzuhalten. Dieser Aufforderung kam er nicht nach und ergriff erneut mit hoher Geschwindigkeit die Flucht. Zunächst fuhr der Mann von der Autobahn ab. Die Irrfahrt führte ihn über Pommersfelden in Richtung Etzelskirchen (Landkreis Erlangen-Höchstadt) und Höchstadt an der Aisch. In der Lindenstraße fuhr er gegen ein Verkehrszeichen, und kurz vor dem Kreisverkehr Medbach gefährdete er durch sein Überholen mehrere Fahrzeugführer im Gegenverkehr. Ein Zusammenstoß konnte nur durch das besonnene Handeln eines Verkehrsteilnehmers verhindert werden.

Die Flucht des Belgiers endete schließlich auf dem Autohof Höchstadt. Dabei touchierte der Mann zunächst ein Streifenfahrzeug. Um sich einer Festnahme zu entziehen fuhr er rückwärts auf einen weiteren Polizeiwagen auf. Schließlich erfolgte seine Festnahme.

Aufgrund seines schlechten Allgemeinzustandes (gesundheitliche Probleme) mussten vor Ort Erste-Hilfe-Maßnahmen eingeleitet und der Beschuldigte in ein Krankenhaus gebracht werden. Ein Kollege wurde leicht verletzt. Es entstand Gesamtschaden in Höhe von knapp 4000 Euro.

Wie die Ermittlungen zeigten, bestand gegen den 45-Jährigen ein internationaler Haftbefehl. Außerdem führte er annähernd zwei Dutzend unverzollte Stangen Zigaretten und ein Pfefferspray ohne Erlaubnis mit.

Wegen der begangenen Verkehrsstraftaten wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Nürnberg ein Zustellbevollmächtigter benannt und Blutentnahmen veranlasst. Außerdem eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1400 Euro erhoben. Bezüglich des internationalen Haftbefehls wird der Tatverdächtige heute einem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Nürnberg überstellt.

Simone Wiesenberg/nn

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