Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (12) Nürnberg/Wiesbaden: Warnung vor Türöffnerattrappen am Zugang zu Geldausgabeautomaten

    Nürnberg (ots) -     Bei verschiedenen Bankinstituten in ganz Europa werden seit einigen Monaten Attrappen von Türöffnungssystemen an Zugängen zu Geldausgabeautomaten festgestellt. Diese Attrappen werden durch die Täter für kurze Zeit außerhalb der Öffnungszeiten der Bankinstitute über die echten Kartendurchzugsleser der Türöffner montiert. Vor einigen Tagen wurde auch in Nürnberg eine solche Türöffnerattrappe sichergestellt.

    Wie abgebildet, sind diese Attrappen mit einem eingebauten Durchzugsleser, einem Display und einer Zahlentastatur ausgestattet. Der Kunde wird zunächst mit einem Text auf den Displays aufgefordert, die Karte durchzuziehen und dann die Geheimzahl (PIN) einzugeben. Das Gerät speichert die Daten des Magnetstreifens und die PIN, so dass die Täter anschließend in der Lage sind, gefälschte Karten herzustellen und diese an Geldausgabeautomaten einzusetzen. Der Kunde erhält auf dem Display anschließend eine Fehlermeldung oder die Auskunft «Zutritt verweigert». Ein Zutritt zu den Räumlichkeiten des Bankinstituts ist nicht möglich.

    Nach den Erkenntnissen des Bundeskriminalamtes werden derzeit bei den Banken keine Türöffnungssysteme verwendet, welche die Eingabe der PIN zum Eintritt in den Vorraum erforderlich machen. Kunden, die solche Attrappen vorfinden, wird dringend abgeraten, ihre Kredit-/Euroscheckkarte dort einzusetzen und keinesfalls die PIN einzugeben. Zusätzlich sollte umgehend die nächste Polizeidienststelle benachrichtigt werden.

Quelle: Pressemeldung des BKA: www.bka.de/pressemitteilungen/2000

ots-Originaltext: Pressestelle Polizeipräsidium Mittelfranken

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