Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (2165)Vermisste Figen Capkan (37) wurde vermutlich Opfer eines Gewaltverbrechens

    Groß-Umstadt / Mittelfranken (ots) - ----------------------------------------------

    Bezug für Mittelfranken: Meldung 2071 (vom 26.10.2009) und 2081 (vom 28.10.2009).

    Robert Schmitt

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    Gemeinsame Medieninformation: Staatsanwaltschaft Darmstadt |
Polizeipräsidium Südhessen
      Drei Wochen nach Verschwinden der 37-jährigen Figen Capkan aus
Groß-Umstadt (Landkreis Darmstadt-Dieburg) haben Staatsanwaltschaft
und Polizei am Samstag die Leiche einer Frau in einem Waldgebiet bei
Saulheim im Rheinhessischen gefunden. Vieles spricht dafür, dass es
sich bei der Toten um die Vermisste handelt, nach der die
Ermittlungsbehörden auch öffentlich gefahndet hatten. Endgültige
Klarheit wird erst eine Obduktion geben können.
      Früh in Verdacht geriet - wie mehrfach berichtet - der Ehemann,
in die Tat verstrickt zu sein. Er wurde dieser Tage in Georgien
festgenommen und sitzt dort in Auslieferungshaft. Der 42-Jährige war
nahezu im gleichen Zeitraum wie seine Ehefrau verschwunden. Von ihm
wussten die Behörden allerdings, dass er sich in der Türkei
aufgehalten haben muss. Er war mit einem internationalen Haftbefehl
gesucht worden.
      Am 21. Oktober 2009 wurde die 37-Jährige von einer Bekannten bei
der Polizei als vermisst gemeldet. Figen Capkan war zuletzt am 17.
Oktober 2009 gesehen worden. Ab diesem Zeitpunkt verlor sich ihre
Spur.
      Die Ermittler stießen sehr schnell auf Tatsachen, Indizien und
Ungereimtheiten, die ein Gewaltverbrechen als wahrscheinlich
erscheinen ließen. Dafür sprachen auch die Umstände der überstürzten
Abreise des Ehemannes. Zeugen zufolge hatte die 37-Jährige
unmittelbar vor ihrem Verschwinden von ernsthaften Trennungsabsichten
gesprochen. Auch sei es zwischen den Eheleuten am 17. Oktober 2009 zu
einem lautstarken Streit gekommen - dem Tag, an dem die Ehefrau zum
letzten Mal lebend gesehen worden war.
      Die Eheleute mit waren erst im Sommer nach Groß-Umstadt gekommen
und lebten vorher in Erlangen. Dort soll es bereits in der
Vergangenheit zu Körperverletzungen gekommen sein. Ein Verfahren
gegen den Ehemann ist deshalb dort noch anhängig.
      Die Ermittlungsbehörden hatten mit aufwendiger Arbeit das
komplette Haus einschließlich Grundstück untersucht. Mit Hunden wurde
die Umgebung durchforstet, Hubschrauber starteten mit
Wärmebildkameras. Interne, aber auch öffentliche Fahndungen nach der
Vermissten mit Unterstützung der türkischen und deutschen Medien
liefen auf Hochtouren. Ergebnis dieser Ermittlungen ist jetzt der
aktuelle Leichenfund in Rheinhessen.
      Die drei gemeinsamen Kinder sind in Deutschland sicher
untergebracht.

    ots Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen
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