Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1555) Ahnungslose Jobsucher betrogen

    Nürnberg (ots) - Mit fingierten Stellenangeboten hat ein Betrügerpärchen (19 und 17 Jahre) aus Nürnberg ahnungslose Jobsuchende betrogen. Die Kriminalpolizei konnte das Duo ermitteln.

    Wie die  kriminalpolizeilichen Recherchen ergaben, stellten ein 19-jähriger Auszubildender und dessen 17-jährige Freundin im Frühjahr 2009 verschiedene Stellenangebote ins Internet ein. Arbeitssuchende schickten ihre Bewerbungen an Postfächer, die das Duo vorher unter falschem Namen eröffnet hatte. In mindestens drei Fällen rief die 17-Jährige bei den Bewerbern zurück und verlangte die Zusendung des Personalausweises, da dieser für die Stellenbearbeitung dringend benötigt werde. Eine sofortige Rücksendung wurde den ahnungslosen Interessenten zugesichert. Zwei der Arbeitssuchenden schickten ihre Ausweise tatsächlich an das junge Betrügerpaar. Unter Angabe des Namens eines Ausweisinhabers bestellten die beiden dann im Online-Handel Waren im Gesamtwert von ca. 2000 Euro, ohne diese zu bezahlen. Als der 19-Jährige Ende Mai 2009 eines der Pakete in einem Paketshop in der Nürnberger Innenstadt abholen wollte, nahm ihn die Kriminalpolizei fest.

    Die Folgeermittlungen in den vergangenen Wochen ergaben jetzt, dass auf den Namen eines Ausweisinhabers ein Konto bei einer Nürnberger Bank eröffnet worden ist. Außerdem wurde auf den Namen einer 89-jährigen völlig ahnungslosen Nachbarin zudem ein Konto in der Schweiz eröffnet. Durch gefälschte Überweisungsträger überwiesen die beiden dann auf dieses Schweizer Konto ca. 2.000 Euro, um dieses Geld dann anschließend auf das betrügerisch in Nürnberg eröffnete Konto zu verschieben.

    Nach den bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei schädigten die beiden Betrüger  mit dieser Masche bislang fünf Jobsuchende, die auf die fingierten Stellenangebote im Internet hereinfielen, sowie mehrere Firmen. Dabei entstand ein Gesamtschaden von ca. 5000 Euro.

    Während der 19-Jährige die Vorwürfe vor der Kriminalpolizei teilweise einräumte, verweigerte seine 17-jährige Freundin die Aussage.

    Gegen die beiden Tatverdächtigen wird nun wegen Betrugs und Urkundenfälschung ermittelt.

    Peter Schnellinger/hu

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