Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (2331) Massiver Stalkingfall geklärt - Tipps für Opfer

    Nürnberg: (ots) - Durch massive polizeiliche Ermittlungen und zeitintensive Schutzmaßnahmen konnte ein schwerwiegender Stalkingfall geklärt werden, sodass das Opfer wieder beruhigt leben kann.

    Die junge Verkäuferin X aus Fürth erstattete Anfang Dezember 2008 Anzeige bei der Polizei, weil an ihrem Pkw ein Brief hing, in dem sie auf perfideste Art mit dem Tod bedroht und außerdem extrem beleidigt wurde. In den folgenden Tagen fanden sich wiederholt Zettel mit ähnlichem Inhalt an der Schaufensterscheibe ihres Arbeitsplatzes, erneut an ihrem Pkw und auch im Umfeld ihres Wohnanwesens. Zum Teil waren die Drohungen und Beleidigungen großflächig aufgesprüht. Insgesamt 30 solcher Nachrichten hinterließ der Täter Y.

    Das Opfer war durch die Drohungen sehr verängstigt und beunruhigt - hielt aber vom ersten Tag an ständig Kontakt mit der Polizei. Die personalintensiven Überwachungsmaßnahmen führten am vergangenen Wochenende zum Erfolg. Der tatverdächtige Y konnte beim Anbringen einer erneuten Drohschrift auf frischer Tat festgenommen werden.

    Der mitdreißiger Y gab das beharrliche Nachstellen zu. Das Opfer hatte er vor ca. fünf Jahren kennengelernt und beide trafen sich ein einziges Mal zum Kaffeetrinken.

    Der offensichtlich psychisch erkrankte Mann konnte keine weitere Erklärung für sein Handeln abgeben. Y wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft beim Landgericht Nürnberg-Fürth wegen Stalkings dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Nürnberg vorgeführt. Dieser erließ einen Unterbringungsbefehl und veranlasste die Einweisung des Y in ein psychiatrisches Krankenhaus.

    Die Polizei nimmt diesen Fall zum Anlass, auf das richtige Verhalten der Opfer bei Stalkingfällen hinzuweisen:

    Nehmen Sie die Bedrohung ernst - je früher Sie Maßnahmen zu Ihrem Schutz und ggf. zur Strafverfolgung einleiten, umso eher wird die Verfolgung, Belästigung und Bedrohung aufhören. Informieren Sie Vertrauenspersonen teilen Sie Stalkern eindeutig mit, dass Sie keinen Kontakt wünschen. Gehen Sie auf keinen Kontaktversuch ein führen Sie ein Tagebuch über die Nachstellungen. Wenden Sie sich frühzeitig an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

    Beratung bietet außerdem die Beauftragte für Frauen und Kinder beim Polizeipräsidium Mittelfranken, Tel.: 0911/ 2112-1331.

    Peter Grösch

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