Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (865) Entführung war vorgetäuscht - Polizei ermittelt und prüft Kosten

Nürnberg (ots) - Eine vermeintliche Entführung beschäftigte vergangene Nacht (21.05.2008) die Nürnberger Polizei. Insgesamt waren rund ein Dutzend Streifenfahrzeuge im Einsatz. Gegen 00.30 Uhr erhielt die Einsatzzentrale mehrere Notrufe von besorgten Bürgern. Diese hatten im Bereich der Galgenhofstraße mehrere mit Sturmhauben maskierte Männer beobachtet, die eine andere Person in ein Fahrzeug gezerrt hätten und dann in Richtung Südstadt geflüchtet waren. Dazu hatten die Maskierten mit einem VW-Passat sowie einem Mercedes einen BMW in der Mitte eingekeilt und dann aus dem BMW mindestens zwei Personen gezerrt und in die mitgeführten Fahrzeuge verfrachtet. Anschließend fuhren alle drei Fahrzeuge davon. Nachdem eine tatsächliche Entführung zu diesem Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden konnte, beteiligten sich rund ein Dutzend Streifenfahrzeuge an den Fahndungsmaßnahmen. Schließlich gelang es, den Halter des BMW zu erreichen. Dieser gab an, dass er sein Fahrzeug an den Freund (22) seiner Tochter "ausgeliehen" hätte. Der konnte gegen 01.30 Uhr in seiner Wohnung im Stadtwesten angetroffen und zur weiteren Abklärung zur Dienststelle gebracht werden. Der 22-Jährige verwickelte sich zunächst in erhebliche Widersprüche. Gegen 03.30 Uhr klärte sich dann der Sachverhalt. Zu diesem Zeitpunkt kamen die anderen an der vermeintlichen Entführung Beteiligten zur Wache der Inspektion West, um ihren Freund abzuholen. Dabei stellte sich heraus, dass die Clique die Entführungsszene nachgestellt hatte und das Ganze filmen wollte, um es auf einer Internetplattform einzustellen. Gegen mindestens acht Beteiligte im Alter zwischen 20 und 23 Jahren wird nun wegen Vortäuschens einer Straftat ermittelt. Zudem wird geprüft, ob ihnen die Kosten des Polizeieinsatzes in Rechnung gestellt werden können. Peter Schnellinger/n ots Originaltext: Polizeipräsidium Mittelfranken Digitale Pressemappe: http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=6013 Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Mittelfranken Pressestelle Tel: 0911/2112-1030 Fax: 0911/2112-1025 http://www.polizei.bayern.de/mittelfranken/ Original-Content von: Polizeipräsidium Mittelfranken, übermittelt durch news aktuell

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