Polizeiinspektion Hildesheim

POL-HI: Gefahrguttransporter verunglückt auf Autobahnbrücke

    Hildesheim (ots) - HILDESHEIM / DERNEBURG (clk.)  Am Mittwoch, 05.04.2006, 03.25 Uhr, kam es auf der Autobahnbrücke Abfahrt Derneburg, die die Bundesstraße 6 über die Autobahn 7 Richtung Salzgitter führt, zu einem folgenschweren Verkehrsunfall. Der 27-jährige Berufskraftfahrer eines Speditionsunternehmens aus Seevetal,  fuhr mit seinem Tanklastzug, der mit 20 Tonnen Flüssigstickstoff beladen war, von Hamburg aus in Richtung Salzgitter. Nach Verlassen der BAB 7 an der Abfahrt Derneburg in Fahrtrichtung Salzgitter kam er    nach ersten polizeilichen Ermittlungen wegen zu hoher Geschwindigkeit beim Auffahren auf die B 6 ins Schleudern. Er konnte das Fahrzeug nicht mehr abfangen. Es   kippte komplett auf die linke Seite und rutschte ca. 30 Meter weit auf die Brücke. Hier kam es an der Schutzplanke zum Liegen. Der Fahrer wurde leichtverletzt in ein Hildesheimer Krankenhaus gebracht, von wo aus er später nach ambulanter Behandlung entlassen wurde. Durch den Unfall wurde der doppelwandige Tank leicht beschädigt. Durch das 196 Grad kalte Stickstoffgemisch war die Außenhaut während der Bergung überfroren. Die Bundesautobahn 7 wurde von 10.00 Uhr ab der Anschlußstelle Hildesheimer Börde in Fahrtrichtung Süd voll gesperrt, desgleichen die Nordstrecke ab dem Salzgitter Dreieck. Die B 6 wurde auf dem Stück ab Astenbeck bis Holle Grasdorf komplett gesperrt. Die Vollsperrung der genannten Bereiche führte zu erheblichen Verkehrsproblemen im Hildesheimer Umland. Die nächste Autobahnauffahrt ist Bockenem. Derzeit  ( 15.00 Uhr ) sind die Vollsperrungen nach wie vor in Kraft. Wann mit der Aufhebung zu rechnen ist, kann nicht gesagt werden. Ein Hildesheimer Bergungsunternehmen ist mit drei Kranwagen an der Unfallstelle. Zwei stehen auf der B 6, ein größerer Kranwagen auf der A 7. Es wird versucht, den Tanklaster aufzurichten, um die restliche Stickstoffmenge abpumpen zu können. Zwischenzeitlich hatte man einenTeil des Stickstoffes kontrolliert ins Freie ablaufen lassen. Hierzu war eine weiträumige Absperrung der Umgegend von 300 Metern erforderlich. Auf einem nahegelgenen Campingplatz befanden sich noch keine Camper, was die Maßnahmen vereinfachte. Zur Überprüfung der Brückenstatik wurde ein Ingenieur der Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Bad Gandersheim, hinzugezogen. Er stellte zunächst keine Mängel an der Statik fest. Den Schaden an der teils beschädigten Fahrbahndecke und der Leitplanke bezifferte er auf ca. 35000 Euro. Die Seevetaler Spedition, die eigene  Spezialisten und einen  Extratankzug zur Aufnahme des restlichen Stickstoffes geschickt hatten, waren mit 6 Personen vor Ort. Man  bezifferte den Schaden auf 350000 Euro, wobei der Tanklastzug Totalschaden erlitten hat.  Die Maßnahmen wurden durch die Freiwillige Feuerwehr Derneburg und Astenbeck begleitet.


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