Polizeiinspektion Hildesheim

POL-HI: Räuberisches Quartett ermittelt; Haftbefehle ergangen.

    Hildesheim (ots) - Hildesheim (clk.) Dem Streifendienst der Polizeiinspektion Hildesheim und  Ermittlern des 2. Fachkommissariates des Zentralen Kriminaldienst  ist ein weiterer Erfolg in der Kriminalitätsbekämpfung gelungen.

    Tatverdächtig : Ein 17-jähriger, ein 18-jähriger und zwei 21-jährige Hildesheimer. Die Verdächtigen sind der Polizei nicht unbekannt. Insbesondere der 18-jährige und einer der 21-jährigen wurden im Januar 2005  bei einem Einbruch in die Gemeindeverwaltung Diekholzen festgenommen. Sie gehörten zur sogenannten Monitorbande. Dieses Verfahren ist zwischenzeitlich abgeschlossen. Das Motiv: Geldmangel.

    Damit hatten die vier Einbrecher nicht gerechnet. Als sie am Dienstag, 18.10.2005, um 03.55 Uhr, die Schaufensterscheibe einer Diskothek im Hafenbereich einschlug, löste der Alarm aus. Die Täter hatten gerade noch Zeit , in der Disko  zwei elektronische Spielgeräte aufzubrechen, ohne jedoch Beute zu machen. Die Automaten waren nämlich vorher entleert worden. Zwei der vier Täter wurden von der Polizei noch in Nähe der Diskothek gestellt. Da sie Spuren des Einbruchs an sich hatten, wurden sie vorläufig festgenommen. Den zwei  anderen gelang die Flucht. Durch die Vernehmungen kamen aber bald die Namen der Flüchtigen heraus, so dass die Polizei gezielt fahnden konnte. Schon mittags wurden auch sie vorläufig festgenommen. Zudem wurde ein Pkw BMW eines der Beschuldigten sichergestellt. Das Auto erwies sich für die Ermittler als wahre Schatztruhe. Hier fanden die Beamten weitere Beweismittel aus anderen Straftaten. Es handelt sich um  einen  schwarzer 8-mm Gas-Revolver und ein auffälliges T-Shirt. Diese Sachen  konnten  einem  versuchten Raubüberfall vom Montag, 17.10.2005, 03.50 Uhr, in der Steuerwalder Straße auf einen Hildesheimer Taxifahrer zugeordnet werden. Die Gruppe hatte über ein Hildesheimer Taxi-Unternehmen einen Fahrer in die Steuerwalder Straße beordert. Als dieser am vereinbarten Treffpunkt erschien, wurde er von einem im Gesicht maskierten Täter unter Vorhalt einer Waffe bedroht. Als Tatausführender  konnte der 18-jährige ermittelt werden, die anderen hatten sich in der Nähe versteckt. Erbeutet wurde nichts, weil der Taxifahrer geistesgegenwärtig an einer Haustür geklingelt hatte, woraufhin der Türsummer betätigt worden ist. Die Täter flüchteten.

    Zuvor  hatte die Gruppe      einen Einbruch in eine Arztpraxis am
Angoulemeplatz begangen. Gestohlen wurde eine Geldkassette mit wenig
Bargeld.
Grund genug, gleich eine weitere Arztpraxis, dieses Mal in der
Steuerwalder Straße, heimzusuchen. Hier hebelten die Täter nach
eigenen Aussagen eine Haustür auf, wobei die Scheibe der Tür
zersprungen sein soll. Die Tür zur Arztpraxis hielt der Gewalt stand.
Dieser Einbruchsversuch wurde der Polizei noch nicht angezeigt.

    Danach brach man wiederum in der Steuerwalder Straße in ein dortiges Auto An- und Verkaufsgeschäft ein. Diebesgut hier: 2 Knarrenkästen und zwei Autoschlüssel. Ein Knarrenkasten konnte im BMW gefunden werden.

    Immer noch bargeldlos, fasste man den Plan, eine Tankstelle zu überfallen. Mit dem BMW des einen 21-jährigen fuhr man durch die Gegend. In Pattensen  fand das Quartett  ein passendes Objekt. Der Überfall scheiterte jedoch an der verschlossenen Eingangstür  der Tankstelle, weil es sich um einen Nachtschalter handelte.

    Bereits im Juli des Jahres hatten der 17-jährige und einer der 21-jährigen einen Mann in dessen Wohnung eingeschüchtert und elektronisch Spielzeug gestohlen. Der 17-jährige, der sein Opfer kannte, verschaffte sich Zutritt zur Wohnung. Er nahm das Diebesgut an sich und drohte dem Geschädigten mit dem Tode, wenn er eine Anzeige erstatten würde. Dermaßen eingeschüchtert, wurde auch keine Anzeige aufgegeben.

    Die Staatsanwaltschaft Hildesheim hat gegen alle vier Haftbefehle bei Amtsgericht Hildesheim beantragt. Diese sind auch erlassen worden. Die drei älteren Täter befinden sich bereits in Untersuchungshaft. Der Haftbefehl gegen den 17-jährigen wurde gegen strenge Auflagen zunächst außer Vollzug gesetzt.


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